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SOCIETY OF THE SILVER CROSS - Festival of Invocations

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Artist SOCIETY OF THE SILVER CROSS
Title Festival of Invocations
Homepage SOCIETY OF THE SILVER CROSS
Label VIRGIN MUSIC
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SOCIETY OF THE SILVER CROSS ist die Band von Karyn Gold-Reineke und Joe Reineke aus Seattle. Das Duo macht nicht nur gemeinsam Musik, sondern ist auch miteinander verheiratet. 2019 erschien ihr Debüt „1 Verse“, jetzt legen sie mit „Festival of Invocations“ nach. Stilistisch sind sie vielleicht am ehesten im Dark Wave und Neofolk anzusiedeln.

Auf jeden Fall sind die neun Songs auf „Festival of Invocations“ insbesondere der Anhängerschaft der vielfältigen Düster-Szene empfohlen. Die Songs strahlen eine besondere Ästhetik aus, die das Dunkle und Ätherische in den Mittelpunkt stellt und so eine ganz spezielle Stimmung schafft. So verfügt bereits der Opener „Circle Cast Around“ über ein ebenso hypnotisches wie exotisches Flair, wobei letzteres mit der Verwendung einer Shahi Baaja, einer Art indischen Zither, in Verbindung stehen könnte. Das Paar hat sich für seinen außergewöhnlichen Sound zweifellos auf seinen Reisen durch Indien inspirieren lassen, lässt bisweilen aber auch an Bands wie JOY DIVISION oder eine extrem dunkle Version von NICK CAVE denken (vgl. „When You Know“ oder auch „We All Belong To Time“). In ihrem „Garden of Rituals“ wuchern auch düstere Dissonanzen und wenn sie mit „By The Millions“ die mit der Corona-Pandemie verbundene Einsamkeit und Isolation thematisieren, verwenden SOCIETY OF THE SILVER CROSS dafür eine kraftvolle Instrumentierung mit Indie- und Alternative-Elementen in Slow-Motion. „Deepest Sleep“ umweht eine fast schon rituell anmutende Dunkelheit, bevor das erhabene „Rajasthan“ abermals nach Indien entführt.

SOCIETY OF THE SILVER CROSS mäandern mit „Festival of Invacations“ in spirituellen Untiefen und erschaffen ungewöhnliche Klanglandschaften, die an einen Soundtrack zu einem verstörenden Initiationsritual denken lassen. Die Songs bleiben stets im gemäßigten Tempo und entwickeln so eine Intensität, die fesseln kann, aber auch an den Nerven zu zerren vermag. Keine Musik für nebenher, sondern die Begleitung auf eine sinnliche Reise, auf die man sich einlassen können muss.

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