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SÖREN VOGELSANG - Augenblick

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Artist SÖREN VOGELSANG
Title Augenblick
Homepage SÖREN VOGELSANG
Label EIGENPRODUKTION
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.9/10 (57 Bewertungen)

Spätestens seit dem „Losen Album“ von DAS NIVEAU kennt man das ebensolche Mundwerk des Barden Ranarion alias SÖREN VOGELSANG. Der Liedermacher, der sich des mittelalterlichen Genres bedient, um seine Fans zu erheitern, hat nun mit dem vorliegenden Album „Augenblick“ sein erstes Solowerk ins Rennen um die Fans geschickt. Dabei wurden er und sein Team von Perfektionismus getrieben und was herausgekommen ist, ist eine ansehnliche Scheibe mit hervorragendem Booklet in interessanter Aufmachung und natürlich mit Liedern, zu denen man mitsingen kann und bei denen sich die Pärchen in den Armen wiegen können. Die Finanzierung des Albums erfolgte über ein Spendenportal im Internet, was sich scheinbar bestens bewährt hat. Da der Barde auf umfangreiches, mittelalterliches Instrumentarium zurückgreift, war Hilfe beim Musizieren nützlich bzw. nötig. So wundert es nicht, dass Musikerinnen und Musiker wie B. Deutung (ERIC FISH), Su Ehlers (HAGGARD), Johanna von der Vögelweide (FEUERSCHWANZ), Rainer Fox (MAX RAABE und PALASTORCHESTER) sowie Barbara Petzold (CULTUS FEROX) dabei waren, um nur einige zu nennen. Das Booklet wird für alle anderen Barden unter den Fans ein besonderes Kleinod sein, denn zu den Texten der Lieder sind die Gitarrengriffe aufgeschrieben und abgebildet, so dass einem Liedchen am Lagerfeuer oder in einer mittelalterlichen Taverne nichts im Wege steht. Ein Hobbymusiker kann mit fantastischen Melodien und lustigen Texten auf einer privaten Party loslegen.

Mystisch beginnt das „Intro“, mit Surren und Elfengesang, und märchenhaft gesprochenen Texten. Sodann wird mit „Frei“ in mittelalterlicher Manier von den Kindern der Straße berichtet und das Lied auf die Freiheit gesungen. „Das Fenster“ erzählt die Geschichte eines Jungen, dem die dörfliche Idylle zu klein ist, der es aber wohl doch nicht in die weite Welt schafft. Die „Rabenballade“ mit einer sanften, verträumten Melodie erzählt von dem toten Ritter im Walde, der für die Raben eine beste Speise bietet. In „Sehnsucht“ wird auf anmutige Weise davor gewarnt, aus lauter Sehnsucht das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen. Mit Schwung und zum Tanzen einladend wird mit „Vergöttert & Verdammt“ von Weibern und Wein gesungen. Als die Eroberung einer weiblichen Schönheit könnte man „Holde Maid“ mit einem Untertitel versehen. Wenn ein Mann die Abfuhr von einer Frau bekommt, dann klingt es wie in dem Reggae-angehauchten „Irgendwann“, und irgendwann wird er auch darüber hinwegkommen. „Der letzte Kuss“ ist alles, was dem Soldaten von seiner Liebsten bleibt, wenn er in die Schlacht zieht. „Langeweile“ sollte bei diesem Lied nicht aufkommen, schließlich fordert es dazu auf, aus dem Arsch zu kommen und nicht nur herumzuhängen. „Der Feuersänger“ bringt in einer langen Geschichteballade eine Warnung an alle, die sich einem Barden in den Weg stellen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Der Titelsong „Augenblick“ bildet den Abschluss des Albums und versieht den Intro-Text mit einer sanften Melodei.

Entgegen den Sauf- und Raufliedern von DAS NIVEAU bringt der Barde Ranarion hier eine andere Seite in sich zum Klingen. Zwar immer noch spaßig, aber mit unmissverständlichem Ziel bringt Sören Vogelsang seine Texte an die Fans. Besinnliches, Nachdenkliches und immer mit einer schönen Melodie versehen werden die Geschichten erzählt. Als Bonus befindet sich „Das Fenster“ in einer Live-Fassung als Videodatei auf der CD.

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