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SOILENT GREEN - Inevitable collapse in the presence of conviction

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Artist SOILENT GREEN
Title Inevitable collapse in the presence of conviction
Homepage SOILENT GREEN
Label METAL BLADE
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Richard Fleischers Sci-Fi-Klassiker aus dem Jahre 1973 drang augenscheinlich bis in die hintersten Ecken von New Orleans vor und ist deswegen nicht nur ein Markenzeichen des Siebzigerjahre Kinos geworden, sondern ebenfalls, seit mittlerweile fast 20 Jahren, als Trademark einer Metal-Grind-Blast-Sludge-Institution weltbekannt. Also haben sich die NOLA-Sumpf-Berserker zehn Jahre nach dem Klassiker „Sewn Mouth Secrets“ und diversen Besetzungswechseln, Hurricanes, Selbstmorden und Schlüsselbeinbrüchen wieder einmal aufgemacht, ihren Status als eine der größten Metal-Bands zu untermauern. Und so viel sei einmal vorweggenommen: Ihr Metal Blade Debüt „Inevitable collapse in the presence of conviction” ist wieder einmal ein ordentlicher Dampfhammer geworden!

Gleich der Opener „Mental Acupuncture“ punktet mit einem Gemisch aus bluesigen, Stoner-mäßigen Groove-Attacken, um alsbald ins Blast-Beat-Land zu marschieren. „Blessed in the arms of servitude“ schließt nahtlos daran an und sorgt für leichte bis mittelschwere Headbanging-Attacken. „In the same breath“ hat ein wundervolles Akustik-Intro und verbreitet damit ein leichtes „Deliverance“-Flair. „Antioxidant“ überrascht mit einem richtigen Schweine-Rock-Riff inklusive funky Slap-Bass. „Lovesick“ wiederum klingt zu Beginn wie eine alte grungige Ballade, um anschließend in eine recht Siebziger-lastige Gitarrenarbeit hineinzustolpern. „Superstition aimed at ones skull“ wildert dann richtig in der Glanzzeit des Rock ’n’ Rolls mit Wah-Wah-Bass und Spitzen-Schlagzeugarbeit von Tommy Buckley. Neben kleineren jazzigen Rock und Jazz-Sprengseln bewegen sich die Songs des aktuellen SOILENT GREEN-Outputs innerhalb dieser Parameter. Das Songwriting ist unkonventionell (Strophe-Refrain-Bridge-Strophe Schemata sucht man hier vergeblich), bleibt bei aller Vertracktheit dennoch stets groove-betont. Man merkt die vielseitigen Einflüsse an jeder Stelle …und der Umstand, dass die Mitglieder, der schicksalsgeplagten Bande, sich ebenfalls in solch illustren Bands wie CROWBAR, EYEHATEGOD und GOATWHORE tummeln, spricht natürlich ebenfalls Bände. Ben Falgoust gehört immer noch zu den besten Schreihälsen des Metal-Zirkus, die Rhythmusfraktion ist tight wie Krokodilleder und der Sound, wieder einmal von Erik Rutan zusammengezimmert, über jeden Zweifel erhaben. Aber wer mir den Sinn und Zweck des durchaus ästhetischen Covers erklären mag, dem seien meine demütigsten Glückwünsche sicher…

Es fehlen zwar die großen Überraschungen, aber so etwas sollte man von einer Band, die schon solange in diesem Geschäft überlebt hat, auch nicht unbedingt verlangen. Den Impact des Benchmark-Albums von 1998 werden SOILENT GREEN anno 2008 nicht mehr haben, dafür haben sie aber ein Album abgeliefert, an dem jeder Metal-Head seine Freude haben sollte. Deswegen eine absolute Kaufempfehlung von meiner Seite!

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