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SOILWORK - The Ride Majestic

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Artist SOILWORK
Title The Ride Majestic
Homepage SOILWORK
Label NUCLEAR BLAST
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Ich muss zugeben, seit dem Ausstieg und dem folgenden Hin und Her bzgl. Peter Wichers (Gitarre) und den damit einhergehenden Veränderungen beim Songwriting, habe ich etwas Probleme mit SOILWORK. Natürlich klingen auch die letzten Alben nach den Schweden und sind auch alles andere als schlecht, aber so richtig mitreißen konnten sie mich nach 2005 nicht mehr.

Das ändert sich mit dem eröffnenden Titelsong auch nicht so wirklich, klingt dieser doch eben genau… nach SOILWORK. Das folgende „Alight in the Aftermath“ lässt dann aber richtig den Hammer reinkrachen! Knallharte Blast-Attacken, Björn „Speed“ Strid brüllt brutal wie lange nicht und dann duelliert sich dessen unverkennbare cleane Stimme noch mit vertrackten Riffattacken und brutalen Drumpassagen, die sich gewaschen haben. Und mittendrin bietet eine melodische Sequenz mit einem starken Solo eine willkommene Verschnaufpause. Hallo, was geht denn hier ab? „Death in General“ bietet dann den richtigen Kontrast dazu. Psychedelische Melodien, proggige Drums und schwülstig-cleane Vocals treffen auch kurze Heavy-Parts… was haben die nun wieder geraucht? „Enemies in Fidelity“ vereint dann die Trademarks der beiden Vorgänger. Beinhartes Geballer und schwülstiges Gefrickel kämpfen hier um die Herrschaft. Nicht unbedingt einfach zu verdauen! „The Phantom“ rauscht satt groovend-brutal nach vorne und punktet mit einem sphärischen Finale. Auch hier sticht der Kontrast zwischen den harten und psychedelisch angehauchten Facetten, verstärkt durch die leicht spacigen Synths, ordentlich heraus! „All Along Echoing Paths“ und „Petrichor By Sulphur“ stellen sich dagegen als recht düstere, aber an sich eher klassisch angelegte SOILWORK-Groover vor. Wobei auch hier die cleanen Vocals phasenweise „zu clean“ sind und nicht mehr unbedingt „typisch Speed“ klingen. Dies wird auch ganz besonders im epischen Abschluss-Ohrwurm „Father and Son watching the World go down“ deutlich, der sowohl diese saubere Stimme, die typische cleane Stime und den harschen Gesang des Fronters in Szene setzt.

Auf jeden Fall ist es erstaunlich, wie vielfältig Strid mittlerweile seine Stimme einsetzen kann. Auf „The Ride Majestic“ gibt es einerseits SOILWORK pur und zusätzlich versuchen die Schweden ihre selbst angelegten Ketten zu sprengen und neue, durchaus spannende, Facetten in die Songs zu bringen. Ob das allerdings so der richtige Weg ist, wage ich persönlich immer noch zu bezweifeln.

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