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SOILWORK - The Living Infinite (2-CD)

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SOILWORK
Title The Living Infinite (2-CD)
Homepage SOILWORK
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.6/10 (16 Bewertungen)

Eigentlich hatte ich die schwedischen Melodic Death Metal-Meister SOILWORK schon seit etlichen Alben unter der Rubrik „gut, mehr aber nicht“ abgelegt. Dann stieg auch noch der Haupt-Songwriter Peter Wichers im Vorfeld des opulenten Doppelalbums aus, zum wiederholten Male. Keine guten Vorzeichen. Aber die etwas längere Pause, die starke Soloscheibe von Björn Strid und der von dort übernommene Gitarrist David Andersson haben der Band anscheinend mächtig Luft verschafft.

Satte 20 Songs präsentiert man auf dem 85-minütigen Opus, dass sich da ein paar nicht ganz so granatige einschleichen, ist nur logisch, macht aber auch nix, denn selbst die sind endlich wieder auf schwerst gehobenem Niveau! SOILWORK haben endlich auch wieder Biss und ihre aggressiven Roots reanimiert, ohne dabei die hochmelodischen Parts zu vernachlässigen. Fährt man sich Highspeed-Raketen wie „Spectrum of Eternity“ oder „Tongue“ mit ihren mächtigen Blastparts rein, denkt man: DAS hätte das Nachfolgealbum von „Stabbing the Drama“ werden sollen, dem letzten wirklichen Highlight von 2005. Aber auch in den groovenderen Regionen punktet man auf „The Living Infinite“ wieder ganz groß, der Titeltrack knallt dermaßen amtlich geil, das man hier nur von „zurück in der Spur“ sprechen kann. Björn besinnt sich endlich wieder auf seine harschen Vocals, die melodischen kommen noch besser und überhaupt schreibt man endlich wieder Melodien und Riffs mit Wiedererkennungswert. „Memories Confined“, „This Momentary Bliss“ (schwedischer Melodic-Death in Perfektion!), das schnelle „Let the First Wave Rise“, der HYPOCRISY-artig(die nicht nur hier durchschimmern!) beginnende Burner „Vesta“ oder das ungewöhnlich Alterna-ruhige, sehr eingängige und dennoch mit bösen Aggroparts garnierte Schlußstück von Disc 1 „Whispers and Lights“ hieven die Qualitätslatte enorm hoch und schreddern durchaus auf Augenhöhe mit den eigenen Referenzwerken.

Das war in dieser Form nicht zu erwarten und überrascht positivst! Disc 2 pröttelt mit „Long Live the Misanthrope“ auf demselben hohen Level weiter. „Drowning in Silence“ hat enormen Drive, das knüppelnde „Leech“ bläst alles weg und der zweite Teil des Titelsongs killt ebenso famos, wie der erste. Wuchtiges Korsett, schicke Melodie, Abwechslungsreich hoch 12…ganz großes Kino! Und Mr. Strid hat anscheinend einen Jungbrunnen gefunden, der Mann liefert seine bisher geilste Mikro-Leistung ab! Klar, man hätte auch 2-4 schwächere Nummern weglassen und das Ganze als ein langes Album veröffentlichen können, aber das Doppelteil gibt´s eh zum normalen Kurs und so´n Klappdigi sieht ja auch schick aus.

Mit „The Living Infinite“ katapultieren sich SOILWORK wieder an die vorderste Genre-Front zurück und zeigen all den Nachahmern, wie man das richtig macht! Unbedingt zulegen!

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