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SOLEFALD - In Harmonia Universali

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Artist SOLEFALD
Title In Harmonia Universali
Homepage SOLEFALD
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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SOLEFALD zu kategorisieren ist nahezu unmöglich, SOLEFALD adäquat zu bewerten eigentlich auch. Von daher ist dieses Review von vorneherein zum Scheitern verurteilt, werde es aber trotzig versuchen. Auf der vierten CD (der zweiten für Century Media) befinden sich wieder 10 Kleinode norwegischer Metalkunst, abseits von der Sucht nach Extremen. Hier versuchen einfach 2 Musiker (Lazare und Cornelius) ihren persönlichen Kosmos Gleichgesinnten zugänglich zu machen und dabei ist ihnen bewusst, dass nicht jeder folgen kann. Wahrscheinlich wollen sie dies auch gar nicht…

Dabei ist die Musik wie auch auf dem letzten Release eine Schnittmenge aus Black, Progressive, Athmospheric und auch Industrialelementen. Neben der traditionellen Instrumentierung kommen wieder das Piano oder eine Hammond Orgel hinzu, aber auch das in Metalkreisen recht verpönte Saxophon. Besonders im Opener „Nutrisco et Extinguo“ schafft man damit eine relaxte, melancholische Athmosphäre, selten habe ich ein Blasinstrument so homogen in aggressive Musik eingebunden gehört. Stimmlich erinnert man mit der sanften Männerhauptstimme an KATATONIA, aber auch Growls, Sprechgesang oder verzerrte Vocals werden verwendet. Bei SOLEFALD ist es eh einfacher aufzuzählen, was nicht im Sound vorkommt, so universell ist der musikalische Werkzeugkasten. Dieses mal hat man sich als Besonderheit der Vielsprachigkeit verschrieben, die überlangen Stücke wurden in Französisch, Englisch, Lateinisch, Griechisch und Deutsch aufgenommen. Gerade „Sonnenuntergang im Weltraum“ (eine Reminiszenz an „2001 – Odyssée im Weltraum“?) klingt mit der harschen deutschen Sprache und den dissonanten Tönen wie ein absurdes Panoptikum. Überhaupt meine ich des öfteren Anklänge an Zigeuner– oder Zirkusmusik zu vernehmen, MR. BUNGLE lässt grüßen.

Dass Lazare nebenbei auch bei BORKNAGAR tätig ist, kann man nicht ganz verhehlen, SOLEFALD klingt wie die weitaus abgedrehtere Variante der Edel-Wikinger. Im Pressesheet steht etwas von Grenzerfahrung und die kann ich jedem aufgeschlossenem Metaller, Jazzer, Progrocker nur empfehlen. Das Licht, welches doppelt so hell brennt, brennt nur halb so lange…

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