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SOLSTICE - Lamentations

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Artist SOLSTICE
Title Lamentations
Homepage SOLSTICE
Label CYCLONE EMPIRE
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Von den britischen Kult-Doomheads SOLSTICE (nicht zu verwechseln mit den ebenso geilen Highspeed-US-Deathern!) werden alle Werke digital remastered und mit massig Bonuskram erweitert nun wieder veröffentlicht. Und an allen 3 CDs führt kein Weg vorbei für den echten Doomhead! Fans von CANDLEMASS oder SOLITUDE AETURNUS müssen sich diese Perlen zulegen. Jeweils knapp 80 Minuten Spielzeit und neue Artworks sollten aber auch für alte Anhänger ein Argument sein.

Den Anfang macht das Debüt „Lamentations“ aus dem Jahre 1994. Wie zeitlos die Mucke ist, zeigt sich gleich mit „Neither Time Nor Tide“ und dem Langtrack „Only the Strong“. Elegischer DüsterDoom, wie er im Buche steht. Hier zeigt sich auch erneut, weshalb SOLSTICE nach wie vor einen dermaßen hohen Stellenwert und Einfluss in der Szene haben. Die leidenden Vocals von Simon Matravers passen wie angegossen, tönen nur leider etwas zu weit im Hintergrund. Und Bandkopf Richard M. Walker (ehemals SORE THROAT! vom extrem-Grind zum Doom… siehe Lee Dorrian oder auch Mick Harris) zaubert genauso elegischen und verträumten Stoff aus der Axt, wie John Perez (S.A.). Und ebenso, wie die großen US-Brüder gibt man auch mal gerne ein wenig mehr Gas ab und an. Man höre nur das zwischendurch recht knackig-schnelle „These Forever Bleak Paths“! Darauf folgt dann aber gleich das reinakustische „Empty Lies the Oaken Throne“, welches zum Träumen einlädt. „Last Wish“ ist einfach nur wunderschön laaaangsam, während „Winter Moon Rapture“ erhaben vor sich hin rollt und die Vocals mit ihrem religiösen Anstrich schwer an Kollege Rob Lowe (S.A.) erinnern! Großartig! Ultradoomig (na ja, zwischendurch groovt man etwas fixer mal) wird die Scheibe dann mit dem 9-minüter „The Man who Lost the Sun“ und dem Instrumental „Ragnarok“ vom gleichnamigen 94er-Demo abgeschlossen. Letzteres Stilecht mit düsterem Glockengeläut am Ende! Geil!

Ein echter Klassiker des Genres und absoluter Pflichtkauf für alle Doomheads! Abgerundet wird dieser Meilenstein vertonter Langsamkeit durch ausführliche Linernotes zur Entstehung der Band/ des Albums, alle Texte und etliche Fotos aus der damaligen Zeit! Vorbildlich für einen Re-Release. Und als Bonustracks gibt es noch eben jenes „Ragnarok“-Demo von 1994 mit 3 Songs(„Last Wish“, „The Man who Lost the Sun“ und „Ragnarok“). Natürlich mit wesentlich roherem Sound. KAUFEN und mitleiden…

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