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SOLSTICE - New Dark Age

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Artist SOLSTICE
Title New Dark Age
Homepage SOLSTICE
Label CYCLONE EMPIRE
Leserbewertung
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Auch das letzte Album der Briten-Doomster SOLSTICE gehört in jeden Doomkopp-Haushalt! Von Haus aus schon recht lang geraten fällt das Bonusmaterial auf diesem Re-Release etwas weniger üppig aus. So gibt es neben dem coolen IRON MAIDEN-Cover von „The Prophecy“ noch eine Coverversion der britischen NWOBHM-Legende TRESPASS. Letzteres wurde extra im Jahre 2000 aufgenommen für eine limitierte Vinyl-Version von „New Dark Age“! Zu der kam es, weil von dem IRON MAIDEN-Tribute-Album, für welches „The Prophecy“ aufgenommen wurde, ebenfalls eine limitierte Doppel-Vinyl-Version erschien auf dem deutschen Label Metal Supremacy Records und die unbedingt auch „New Dark Age“ auf Vinyl herausbringen wollten! Man spielte 2000 auf dem Wacken und 2002 auf dem Headbanger’s Open Air in Hamburg, wonach sich aber Unzufriedenheit bei einigen Mitgliedern offenbarte und die Band sich einfach auflöste. Bandkopf Rich Walker kehrte kurz darauf mit ISEN TORR zurück. Es bleibt abzuwarten, ob bei dem derzeit grassierenden Reunion-Wahn auch SOLSTICE wieder auf der Bildfläche erscheinen… zu Wünschen wäre es!

Das Erste, was gleich beim recht knackigen Opener „The Sleeping Tyrant“ auffällt, ist natürlich die Stimme von Neu-Sänger Morris Ingram, der halt nicht versucht, wie Rob Lowe (SOLITUDE AETURNUS) zu klingen! Auch das Riffing tendiert eher in Richtung PARADISE LOST. „The Cimmerian Codex“ erreicht ebenfalls die Neunminutenmarke und zeigt SOLSTICE von einer härteren Seite, das Riffing ist nicht mehr ganz so Doomlastig und geht mehr in metallischere Sphären. Was ihnen aber ebenfalls sehr gut zu Gesichte steht und auch besser zu dem klaren Gesang passt. Fast schon MY DYING BRIDE-Level. Das düstere Instrumental „Alchemiculute“ verweist den Hörer zähflüssig in eine Parallelwelt, „Hammer of Damnation“ klingt dagegen fast fröhlich und erinnert glatt an alte epische MANOWAR-Tracks! Das Akustik-Intermezzo „The Anguine Rose“ geht in „Blackthorne“ über, einen reinen Akustiksong mit leichtem Mittelaltertouch. Auch „The Keep“ bietet nur kurzes Akustisches, bzw. lediglich die Stimme von Morris mit Windgeräuschen im Hintergrund. Hat was von BATHORY. Mit „Cromlech“ folgt allerdings ein Kernstück des Albums mit über 10 Minuten Länge. Nach verhaltenem Beginn ertönen blackmetallische Gitarren und der Track prescht recht forsch nach vorne los inkl. zum Teil harscher Vocals. MY DYING BRIDE lassen erneut grüßen. Das zweite Kernstück folgt gleich darauf mit dem über 12-minütigen „New Dark Age II“, welches eindrucksvoll untermauert, dass die Band trotz aller neuen Soundelemente immer noch ultraextrem doomen kann! Vertonter Stillstand. Der noch dazu nahtlos in das Outro „Legion XIII“ übergeht, so dass der Track eigentlich über 15 Minuten hat! Die gregorianischen Chöre entlassen einen fein aus diesem Werk.

Abgerundet wieder durch ein fettes Booklet dürfen hier auch Nicht-Doomster mal ein Ohr riskieren.

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