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SONGS OF LEMURIA - Shake the Disease

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Artist SONGS OF LEMURIA
Title Shake the Disease
Homepage SONGS OF LEMURIA
Label WANNSEE RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Tributes an Bands sind eigentlich nicht so mein Ding, und schon gar nicht Coversongs von meiner Lieblingsband. Ist eh fast alles Müll, was ich bis jetzt gehört habe. Der einzige Sampler, der mir diesbezüglich gefällt, ist „I Sometimes Wish I Was Famous“, auf dem 15 schwedische Kapellen sich den genialen Songs von DEPECHE MODE widmen. Auch die musikalische Bandbreite wurde ausgelotet: vom ganz normalen Synthipop über EBM bis hin zu gitarrenlastigen Interpretation ist alles vertreten. Und jetzt soll ich mir diesen Silberling anhören und etwas darüber schreiben. Da ich schon in diversen DM Internetforen vernichtende Meinungen über den neuesten Streich von NIK PAGE gelesen habe, bin ich mir irgendwie schon vorab sicher, dass mir das Ding auch nicht gefallen wird.

Also rein in den Player und sich selbst von den SONGS OF LEMURIA überzeugen. Und hier ist schon die erste Überraschung: Nur auf Klavier, Cello und klassischen Gesang sind die insgesamt 5 Titel der englischen Band reduziert. Und gerade der Gesang vom Musical Star Michaela Laubach ist es, der die Bearbeitung so interessant macht. Genau wie beim Original hören sich die Songs aus der Feder von Martin L. Gore auf der vorliegenden EP zeitlos an. Man wird um ein paar Jahrzehnte zurückversetzt. Witzig ist das Instrumental in „Judas“, es erinnert mich an die Filmmusik von der „Der Clou“ mit R. Redford und P. Newman in den Rollen. Das Stück „The Entertainer (Ragtime)“ müsste wohl jeder schon mal gehört haben, wenn auch unbewusst. Spätestens ab „Freelove“ ist dann Herr PAGE himself im Background zu hören. Dass die Songs auch funktionieren, obwohl teilweise nur ein Instrument gespielt wird, ist schon erstaunlich, man ist doch ganz schön verwöhnt von der ganzen Elektronik.

Mit diesem Werk hat mich der Berliner überzeugt, selbst mal die Sachen anzuhören und nicht auf die Meinung anderer zu setzen, denn dem guten Nik ist hier wirklich etwas Ungewöhnliches gelungen. Dass damit nicht der Massengeschmack bedient wird, ist auch ihm klar. Wie dem Pressetext zu entnehmen ist, will er seinen Jugendhelden mit diesem romantisch klassischen Gewand ein Denkmal setzen. Den größten Anteil an dieser Produktion haben aber die schon erwähnte Michaela Laubach, Stephan Voight am Piano und Vladimir Mentschov am Cello. Vielleicht setzen sich die Vier ja noch mal zusammen und arbeiten an weiteren Songs dieser Art, aber dann schön gemischt von anderen Wavebands aus den 80ern. Das könnte genauso spannend werden.

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