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SONIC SYNDICATE - Burn This City (Single)

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Artist SONIC SYNDICATE
Title Burn This City (Single)
Homepage SONIC SYNDICATE
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (3 Bewertungen)

Was für ein Hype: „…das Beste, was die Band bis heute abgeliefert hat“, „…ein Rohdiamant, ein Seelenverwandter, ein kick ass fucking Sänger, der sie in Regionen vorstoßen lässt, die sie vorher nie hätten erreichen können“ – was mit so vielen Vorschusslorbeeren aus den eigenen Reihen versehen wird, lässt natürlich gespannt auf Hörbares warten. Und dem kommen SONIC SYNDICATE mit ihrer neuen Single „Burn This City“ nun auch nach. Nachdem Sänger Roland Johansson Ende April seinen Abschied verkündet hatte und damit vor allem die Herzen der weiblichen Fans brach, setzten die Schweden eine großangelegte „Rekrutierungsaktion“ in Gang, um damit für ihre „Rebellion“ aufzurüsten, die am 06. November dieses Jahres mit einer neuen EP („Rebellion“) beginnen soll. Und nicht nur dafür gibt uns diese Vorabsingle einen ersten Vorgeschmack, sondern vor allem auch auf den „Rohdiamanten“, den „Seelenverwandten“, den neuen Sänger in den Reihen des Modern Metal Sextetts: Nathan J. Biggs.

Dieser lässt anfängliche Skepsis schon während der ersten Sekunden von „Burn This City“ verfliegen und zeigt direkt, dass er im Wechselgesang zwischen „gut und böse“ sowohl mit klasse Shouts als auch mit schönem Klargesang seinem Vorgänger und Ex-DODGE Sänger Roland in nichts nach steht. Klingt er bei Erstgenanntem ein wenig wie eine Mischung aus CALIBANs Andy Dörner und FIGHTCAST-Schreihals Filippo Tellerini, ist sein Cleangesang verglichen mit dem Vorgänger vielleicht ein wenig weicher, aber dennoch erfreulich ähnlich. Der Song an sich ist auf der Single einmal als „Radio Edit“ und einmal als „normale“ Version vertreten, bei denen mir bis auf die geringfügig unterschiedliche Spielzeit bislang kein Unterschied aufgefallen ist. Das Stück kommt besonders im Refrain sehr poppig daher, weshalb klar sein dürfte, warum ausgerechnet diese Komposition an die Radio- und Fernsehstationen gereicht wurde. Das nette Riffing von den Sjunnesson Brüdern Robin und Roger wird gut und gerne mit elektronischen Klängen unterlegt, wobei dabei diesmal nicht nur der bekannte Keyboardeinsatz zum tragen kommt. Drummer John Bengtsson hat zwar Frisurtechnisch durch Neuzugang Nathan Konkurrenz bekommen, an seinem Instrument macht ihm aber trotzdem kaum einer was vor: sehr druckvoll und präzise treibt er die Nummer voran, während der dritte Sjunnesson Bruder Richard als zweiter Shouter in seiner Rolle bei diesem Titel etwas untergeht. Besser klappt das Spiel mit zwei Sängern da schon bei dem dritten und letzten Track: „Rebellion in Nightmareland“ präsentiert sich deutlich härter und zeigt, dass diese Schiene den Schweden mindestens genau so gut liegt. Der Wechsel zwischen Roland und Nathan funktioniert schon ganz gut und hält auch ein paar feine Growls bereit, während Nathan den Refrain dann natürlich mit Klargesang veredelt. John lässt die Double Bass rauchen und auch die bezaubernde Karin zeigt, dass sich der Bass in ihren Händen mehr als wohlfühlt – wer würde das nicht?

Ein durchaus beeindruckender Einstand für den neuen Mann, der sich als Engländer in Reihen der fünf Schweden hörbar wohlfühlt. Die beiden neuen Songs klingen ziemlich reif und ausgefeilt, sind aber dennoch typisch SONIC SYNDICATE! Die Single wird Anfang November dann auch Teil eines Gesamt Packages namens „Love And Other Disasters – The Rebellion Pack“ zusammen mit dem erfolgreichen Vorgänger Album und einer Bonus DVD. Wer darauf verzichten kann/ will, ist mit der Single natürlich gut bedient, auch wenn es statt der überflüssigen zweiten Version des Titelsongs (wer doch noch einen Unterschied findet, teile es mir bitte in unserem Forum mit) wesentlich interessanter gewesen wäre, einen älteren SONIC-Song mit Nathans Stimme neu aufzunehmen.
Alexander Vogt

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Jetzt wird die modern-Metal-Kuh aber so richtig gemolken! Noch bevor das neue Album rauskommt, schmeissen Nuclear Blast das letztjährige Album der Senkrechtstarter SONIC SYNDICATE nochmal auf den Markt. Was soll das denn??? Richtig: Kohle!

Ok, wer das Album noch nicht hat, der bekommt wenigst value-for-money, denn das Teil hat jetzt 2 Bonustracks und eine weitere Bonus-DVD sowie obendrauf die vorliegende neue Single. Das selbstproduzierte Debut „Eden´s Fire“ von 2005 war für mich ja noch der absolute Überflieger in Sachen melodischer Schweden Death Metal, das NB-Debut „Only Inhuman“ konnte da noch gerade mithalten, aber schon mit dem letzten Werk „Love and other Disasters“ schien das Outfit und stylisches Rumposen wichtiger zu sein als das Songwriting. Mittlerweile ist man im Pop Metal angelangt und der neue zweit-Sänger Nathan J. Biggs macht’s auch nicht besser. Austauschbaren modern Nu Pop Metal bietet man in dem extrem auf´s Kiddie-Publikum zugeschnittenen „Burn this City“. Das Teil wird laufen wie blöd in einschlägigen Disco´s und genau dafür wurde es unüberhörbar auch geschrieben. Besser ist da der zweite Track „Rebellion in Nightmareland“, da der wenigst noch ordentlich Wumms besitzt. Aber auch hier klingt alles vollkommen Genre-typisch.

Die 6 jungen Schweden werden jetzt bis zum Erbrechen vermarktet und wenn sie weiter so rasanten Erfolg haben und davon leben können, ist ja alles in Butter… mir reicht das auf der musikalischen Seite nicht mehr, um aus der Masse an Bands herauszustechen.
MOSES

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