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SONIC SYNDICATE - Only Inhuman

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Artist SONIC SYNDICATE
Title Only Inhuman
Homepage SONIC SYNDICATE
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Da stand ich wohl bei dem phänomenalen 2005er-Debut „Eden Fire“ nicht so ganz alleine mit meiner überschäumenden Meinung. Denn flux sind die 6 Jungspunde (sage und schreibe 18-21 Jährchen alt nun!) mal eben von Nuclear Blast gesignt worden und avancieren dort gleich mit dem Label-Debüt zum absoluten Major-Thema! Das Rundherum könnte für einen Newcomer (na ja, man musiziert schon seit 2000 zusammen!) gar nicht besser laufen. Die Blast-Promo-Maschine läuft auf vollen Touren (fette Release-Parties aller Orten, das komplette Programm an Werbung & Merch incl. cooler Fliegenklatschen!, Scheibe im schicken Schuber und zudem noch eine Lobhudelei von einem gewissen Anders Friden auf dem knallgelben Frontsticker), da wird nichts dem Zufall überlassen.

Dass die 5 Herren plus Dame natürlich nun stylischer auf den Promo-Fotos auftauchen, ist ja logen. Vorbei die Zeiten der Jeans & Shirt-Pics. Das kommt davon, wenn man überlegen den Nuclear Blast Band-Contest gewinnt und sich gegen 1499 andere Combos durchsetzt! Damit dürfte auch klar sein, dass die 3 Sjunessons Richard, Roger und Robin mit ihrer Bassistin Karin Axelsson und den neuen Mitgliedern John Bengtsson (Drums) und Roland Johansson (2.Sänger) keine lauwarme Kost abliefern, sondern den Großen des melodischen SchwedenTods IN FLAMES/ DARK TRANQUILLITY/ SOILWORK mal eben das deftige Zittern beibringen! Allein die mehrstimmigen Gesänge im knallig-rasanten Opener „Aftermath“ blasen alle unbestrittene SOILWORK-Finesse locker vom Olymp! Eine solche Granate würden IN FLAMES auch mal gerne wieder schreiben… hier können sich die alten Herren anhören, wie man das in Perfektion macht! Aggressives Gekreischshoute und höchstmelodischer Gesang, Doublebass-Geballer und fein-melodische Sounds mit Keyboardunterstützung… das ist nicht neu, aber dermaßen frisch, knallig, packend und perfekt miteinander verwoben, das schon nach 2 Minuten klar ist, dass wir hier das nächste ganz große Ding am Start haben! „Blue Eyed Fiend“ und vor allem „Psychic Suicide“ (Club-HIT!!!) lassen die letzten beiden IN FLAMES-Werke im nu zerbröseln und zeigen, das früher eben nicht alles besser war und es auch noch neue Bands gibt, die der Metal-Welt Impulse geben können!

Unglaublich, wie eine Band im quasi Kinderalter ein dermaßen perfektes Verständnis für solch ausgereifte, hochmelodische und mehrstimmige Ohrwurm-Refrains haben kann, hab ich in über 25 Jahren Metal noch nicht gehört sowas! OK, DEATH ANGEL waren damals auch superjung, aber das ist ja eine ganz andere Baustelle. Und gerade, wo man sagen will, etwas mehr Abwechslung im Vollgas-Sound täte gut, da bringen SONIC SYNDICATE mit „Enclave“ einen eher ruhigen Track, sozusagen ne Halbballade. Auch hier die Gesangleistung völligst phänomenal! Wie auf der gesamten Scheibe im Übrigen. Etwas soundtechnisch Neues sucht man auf „Only Inhuman“ natürlich vergeblich, aber da man mit diesem Potenzial eine rosige Zukunft vor sich hat, wird das auf den nächsten Scheiben noch kommen. Selbst etwas unspektakulärere Tracks wie „Callous“ sind noch extrem mitreißend. Wer hier was von Trittbrettfahrerei faselt, der sollte sich erstmal den oberfetten Titeltrack reinziehen und dann vor Augen halten, das die Combo diesen Sound schon seit über 7 Jahren fabriziert! Dass man sich auch populären Sounds nicht verschließt, beweist die cool rockende Coverversion von „All about Us“ der Möchtegern-Skandalnudeln T.A.T.U.! Feine Wahl und mal kein oller Klassiker, den niemand in einer Neuversion braucht! Nach dem ebenfalls nicht ganz auf überirdischem Niveau zockenden „Unknown Entity“ beschließt man dieses Meisterwerk mit dem sloweren FETT-Groover „Flashback“.

Es gibt nur ganz wenige Bands auf diesem abgefuckten Planeten, die auch am Ende ihrer Alben noch überragendes Material statt Füllern am Start haben; hier ist eine davon! BOLT THROWER eine Andere… Auch der Bonustrack („Freelancer“) der limited edition im schicken Schuber und mit Media-Player, hält das extrem hohe Niveau und fällt zum Rest der Scheibe nicht ab. OK, der Sound von Jonas Kjellgren kann logischerweise noch nicht allerhöchsten Ansprüchen genügen, ballert aber trotzdem Oberamtlich. Beim nächsten Album wird mit Sicherheit ein ganz großer Knöpfedreher rangelassen und auch bezahlt werden können. Bis dahin gibt es für diese Wundertüte nur eins: KAUFEN!!!

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