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SONS OF MORPHEUS - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SONS OF MORPHEUS
Title s/t
Homepage SONS OF MORPHEUS
Label DEEPDIVE RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.0/10 (1 Bewertungen)

Wenn die drei Jungs von SONS OF MORPHEUS sich ein Jahrzehnt aussuchen dürften, dann fiele die Wahl mit größter Wahrscheinlichkeit auf die Siebziger – mit einem kleinen Abstecher in die späten Sixties. Manuel Bissig (Gitarre & Gesang), Lukas Kurmann (Bass) und Simon Gautsch (Drums) kommen aus der Schweiz und servieren mit ihrem selbstbetitelten Debüt einen klanggewordenen Rausch zwischen Stoner, Blues, Rock und wabernder Psychedelik.

In diesem Sinne legen sie mit ihrem Opener „Pay For Me“ auch gleich einmal krachend los und auch das nachfolgende „Seed“ macht ordentlich Druck und gefällt mit einer charmant rumpeligen Produktion. „Wasted Blood“ lässt es amtlich krachen und bleibt mit flirrenden Details im Ohr, bevor das tonnenschwere „Head In The Clouds“ bluesgeschwängert nachrückt. Mit dem „Sugar Boogie“ nehmen die Eidgenossen erneut Tempo auf, ehe „Eye of The Storm“ scheppernd in die Vollen geht. „My Baby Likes To Boogaloo“ wirkt dagegen ein wenig beliebig – ein kleiner Ausreißer, den das spannungsgeladene „Tsunami“ alsbald wieder wettmacht, um im Anschluss mit „Further Along“ erneut staubtrockene Stoner-Klänge anzuschlagen. Derweil zeigt der flotte Dreier dank „Dragonfly“ seine weiche Seite, bevor „Into The Sun“ einmal mehr mit abwechslungsreichen Gitarrenhooks gefällt und „Demons Rising“ auf coolen Kuschelkurs geht. Mit 9:10 Minuten eindeutig zu lang geraten ist allerdings das instrumentale „Psilocybin“, mit dem SONS OF MORPHEUS den Spannungsbogen eindeutig überstrapazieren. Hier wäre weniger Quantität für die Qualität zweifellos hilfreich gewesen.

Im Übrigen haben SONS OF MORPEUS ihre Sache bei ihrem Erstling gut gemacht. Nach oben muss schließlich auch noch ein bisschen Luft sein und wenn die Jungspunde sich auf der Zielgeraden ein wenig um Kopf und Kragen spielen, sei ihnen das auch verziehen.

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