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SOULFLY - Archangel

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Artist SOULFLY
Title Archangel
Homepage SOULFLY
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Album No. 10! Wer hätte nach dem Ausstieg bei SEPULTURA und dem Neuanfang mit SOULFLY gedacht, dass sich Max Cavalera mit seiner Band derart durchsetzen und etablieren würde? Anfänglich noch mit Nu Metal-lastigen Tribal-Sounds unterwegs, entwickelte sich SOULFLY mehr und mehr zu einem death-lastigen Thrash-Monster und desweiteren zu einer Familienangelegenheit, ist doch neben Zyon (Drums) nach den Albumaufnahmen nun auch Igor Jr. am Tieftöner zur Band gestoßen.

Musikalisch gibt es auf „Archangel“ heftig auf die 12! Deutlich auf die Wucht der Riffs ausgerichtet, donnert gleich „We sold our Souls to Metal“ nach vorne. Einfach gestrickte Riff- und Drum-Action pumpt sich brachial nach vorne, Max‘ Vocals röhren brutal wie eh und je, und Marco Rizzo garniert das ganze noch mit einen fliegenden und pfeilschnellen Melodien. Generell dröhnt „Archangels“ deutlich direkter aus den Boxen. Die grundlegenden Songstrukturen konzentrieren sich auf eingängige, mal brutale, mal groovig ausgelegte Thrash-Brocken. Diese bekommen dann durch Marco Rizzo und seine fabelhaften Soli-Ausflüge/ Melodien ihre Krönung und werden hier und da noch von atmosphärischen Soundspielereien ergänzt. Dies funktioniert in der Gesamtheit dann wunderbar. So erinnern „Titan’s“ und „Bethlehem’s Blood“ mit den epischen Bläser- und Chor-Klängen an BEHEMOTH. Auch „Sodomites“ kommt tiefschwarz und böse aus den Boxen gewuchtet und bekommt mit Todd Jones von NAILS noch stimmkräftige Unterstützung. Kräftig ist Matt Youngs (KING PARROT) Stimme bei „Live Life Hard“ zwar auch, aber auch etwas gewöhnungsbedürftig schräg. Und da Family bei den Cavaleras natürlich wichtig ist, kommen mit Igor Jr. (LODY KONG) und Richie (INCITE) auch gleich noch zwei Jungs zu „Mother of Dragons“, welches dann auch noch von Anahid (M.O.P.) ergänzt wird. Alle ballern bei diesem Song zum Finale noch mal zu richtig aus allen Rohren, ehe der Song durch Rizzos Gitarrenkünste ein fast episches Finale erhält.

So klingt „Archangel“ fokussiert, auf den Punkt und vor allem motiviert wie lange nicht. Auch wenn es musikalisch sicherlich nicht das überraschendste und innovativste Album geworden ist, lebt es vor allem von der Energie, die durch die Riffs und vor allem durch die seit Jahren besten Max-Vocal freigesetzt wird! Mit dieser Power braucht man wahrlich keine SEPULTURA-Reunion!

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