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SOULFLY - Conquer

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SOULFLY
Title Conquer
Homepage SOULFLY
Label ROADRUNNER RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.4/10 (25 Bewertungen)

Max Cavalera is back! Und zwar richtig! Nach seinen NuTribalMetal-Ausbrüchen nach dem Split mit SEPULTURA hat sich Max mit SOULFLY immer weiter zurück nach vorne in Richtung seiner Wurzeln entwickelt. Alleine schon das wuchtige „Dark Ages“ ließ es mächtig krachen und das großartige „Inflikted“ führte bereits die beiden Cavalera-Brüder Max und Igor persönlich und musikalisch dahin zurück, wohin sie gehören.

„Conquer“ führt diese Entwicklung nun auf die nächste Ebene. Alleine schon das mächtig düster-brutale „Blood Fire War Hate“ lässt mächtig aufhorchen. Dieses Death/ Thrash-Monster, welches durch niemand anderes als Mr. David Vincent (MORBID ANGEL) komplettiert wird, drückt einen derart mächtig an die Wand, dass einem die Luft wegbleibt! Das folgende und mit leichten Tribal-Rhythmen durchsetzte „Unleash“ prescht kantig nach vorne, Drummer Joe Nunez sowie Lead-Gitarrero Marco Rizzo laufen zur Höchstform auf und Max growlt und shoutet böse wie lange nicht mehr. „Paranoia“ und „Warmageddon“ nehmen dann das Tempo etwas raus, drücken aber durch die wuchtigen Drums und die satten Riffs nicht weniger als die anderen Titel und brillieren durch typischen SOULFLY-Groove und wieder einmal starken Rizzo-Attacken! Auch die restlichen Songs spielen schön im Spannungsfeld von typischen SOULFLY-Grooveattacken und den immer stärker zurückkehrenden knalligen Thrash-Attacken. Die Riffs auf „Conquer“ drücken tief wie nie zuvor, Rizzo und Nunez spielen auf höchstem Niveau und Max selbst shoutet, growlt und bellt phasenweise so energisch und krass, dass sich seine Stimme mehr als einmal zu überschlagen droht. Das 7minütige „Touching the Void“ am Ende fällt dann für SOULFLY ziemlich aus dem Rahmen. So wuchtet sich dieses Doom/ Death-Monstrum immens schwerfällig und schleppend aus den Boxen. Die Gitarrensaiten müssen wohl auf den Boden geschleift sein, so tief dröhnen die Riffs… dazu noch die verstörenden Gitarrenmelodien… dieser Song bleibt definitiv hängen! Komplett in die andere Richtung schlägt dann das obligatorische „Soulfly IV“. Mit Akustik-Gitarren durchsetzt und durch einen groovig-schwebenden Rhythmus geprägt, erwartet man bei diesem 70s Blues Rock-artigen Stück schon fast die Stimme von HELLYEAHs Chad Gray!

Nun bleibt ein weiteres Mal nur eine Frage offen: Was soll das alles? Warum betreibt Max weiterhin SOULFLY und gründet „nebenbei“ noch CAVALERA CONSPIRACY. Auch wenn sich beide Bands in gewissen Dingen unterscheiden, überschneiden sie sich dafür stilistisch in umso mehr Passagen. Max soll Andreas Kisser und Paulo Jr. mal mächtig in den Arsch treten und SEPULTURA wieder zusammenführen. Denn die verbleibenden SEPULTURA kriegen eh nichts auf die Reihe und Max haut mit CC und SOULFLY genug Kracher raus, dass es für 2 Alben reicht. Zudem ist es alles andere als fair, dass die Fans im Zweifel gar für drei Bands bezahlen müssen, wollen sie, wir und die Musiker doch sicherlich auch nur das eine…

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