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SOULFLY - Omen

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Artist SOULFLY
Title Omen
Homepage SOULFLY
Label ROADRUNNER RECORDS
Leserbewertung
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Die Rückbesinnung des Maxe Cavalera auf alte Thrash Metal-Tugenden war auf den letzten Scheiben ja ein Segen, bevor er sich in wirrer Weltmusik verzetteln konnte. So überraschend das war, so geil war und ist das nach wie vor. OK, SOULFLY hatten schon immer die etwas anderen Elemente in ihrem Sound, weshalb sie auch so groß sind und SEPULTURA schon lange eine lange Nase zeigen.

Das siebte Album startet ungewohnt Hardcore-knüppelig mit „Bloodbath & Beyond“, einem harschen Opener, der an die CAVALERA CONSPIRACY denken lässt. Mit der ersten Single „Rise of the Fallen“ geht man allerdings gleich in die Pit-Vollen, sprich eine Groovebombe der „Jumpdafuckup“-Liga. Todsicherer Disco-Feger! Sehr thrashig geht’s mit dem schnellen „Great Depression“ weiter, allerdings fällt hier auch die etwas arg raue Produktion auf, womit man ebenfalls bei CC landet. Roh prügelgroovt die Bande weiter, sehr harsch, aber auch sehr unspeziell. Lediglich das fette Riffing rettet einige Tracks. Mit dem geilen „Kingdom“ z.B. bietet Max aber auch ganz großes Tennis an, welches an vergangene Überflieger anschließt. Dennoch schleichen sich einige zu simple Songs ein, „Off with their Heads“ erinnert zwar an selige Mittneunziger SEPULTURA, kann aber nicht so recht kicken. Pures NAILBOMB-Geschrote bietet dagegen „Vulture Culture“. Geiler Track zwar, aber irgendwie vermengt Herr Cavalera alle seine bisherigen Bands anscheinend auf dieser Scheibe, was zwar Abwechslung bietet, aber auch keine klare Linie erkennen lässt. „Soulfly VII“ leitet einen entspannt instrumental-melodisch aus der Scheibe aus, und das nach gerade mal knapp 40 Minuten! OK, die Songs sind knackiger und geradliniger, es gibt weniger verspielte Parts, aber das ist denn doch etwas mager.

Fans greifen natürlich beim geilen Digi-Pack zu, welches neben 3 Bonustracks (mit einer überflüssigen Neueinspielung des Sep-Klassikers „Refuse/ Resist“, die nicht mal im Ansatz die Klasse des Originals erreicht!) auch eine geile 18-Track-DVD mit dem 2009er With Full Force-Gig enthält & Clip zu „Unleash“. Das nenne ich dann doch mal value-for-money! Dennoch fehlt mir irgendwie die sonst präsentierte Weiterentwicklung des Bandsounds, man stagniert und reproduziert sich selbst auf hohem Niveau.
MOSES

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Konsequent setzt Maxxe seinen auf „Dark Ages“ eingeschlagenen Weg fort, weg von World-Music-Tamtam hin zu Thrash Metal. Auf dem Siebtling „Omen“ fühlt man sich von den insgesamt 11 Songs angenehm an „Chaos A.D.“ oder auch „Arise“-Zeiten erinnert, die jederzeit Cavaleras typische Handschrift tragen und klarmachen, warum SEPULTURA ohne ihn einfach nicht funktionieren.

Wenngleich „Omen“ ein durchweg gutes Album ist, fanden sich auf dem direkten Vorgänger „Conquer“ insgesamt mehr zwingende Riffideen. Der große Pluspunkt ist bei Longplayer Numero 7 eindeutig darin zu sehen, dass eben NICHT zwischendurch eher verwirrende Reggae oder andere völlig Genrefremde Einflüsse zum Tragen kommen sondern durchgehend (vom entspannten Instrumental „Soulfly VII“) abgesehen) die Thrash- bzw. Hardcore-Keule geschwungen wird. („Bloodbath And Beyound“, „Vulture Culture“) Highlights sind das mit Spoken-Word Passagen versehene “Mega-Doom”, das im Duett mit Greg Puciato (THE DILLINGER ESCAPE PLAN) geshoutete „Rise Of The Fallen“, bei dem sich Gitarrist Marc Rizzo einige sehr elektronisch klingende Gittarrentunes aus dem Ärmel geschüttelt hat und allem voran das sehr eingängige „Kingdom“.

„Omen“ mag zwar kein absoluter Klassiker in Herrn Cavaleras Schaffenskatalog geworden sein, wartet aber dafür mit kompakten für SOULFLY-Verhältnisse erfrischend „reinmetallischen“ Songs auf, von denen zwei drei das bestimmt das Zeug zu Tanztempel-Hits haben haben. Mehr davon bitte auf dem kommenden CAVALERA CONSPIRACY Zweitwerk!
Sascha

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