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SOUP REVIEW - From The Bed To The Settee (And Back Again)

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Artist SOUP REVIEW
Title From The Bed To The Settee (And Back Again)
Homepage SOUP REVIEW
Label LABELSHIP
Veröffentlichung ..
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Ich schreibe diese Zeilen an einem Sonntagnachmittag und habe mich dafür ziemlich direkt vom Bett aufs Sofa begeben. Insofern ist mir der Albumtitel „From The Bed To The Settee (And Back Again)“ schon mal ziemlich sympathisch. Es handelt sich hierbei um das Debüt von Chris Delamere und Mario D’Agostino aus Sheffield. Als SOUP REVIEW machen sie DIY-Folk, der auch schon mal so aussehen kann, dass ein Kochrezept vertont wird.

Konkret ist das „A Recipe For Baba Ghanoush“, das mit ausgeprägtem musikalischem Minimalismus vorgetragen wird. Auch „Sandwiches“ wird mit britischem Alltagshumor gedacht. Überhaupt ist der Erstling eine Kollektion von Stücken über die Freuden und Frustrationen des Alltags, über Freundschaften, desaströse Partys sowie Schwelgereien über die Langweiligkeit der heimatlichen Landschaften. Chris und Mario lieben es, sich lustigen Wortspielereien und dem heiß geliebten Pastiche hinzugeben. Sie haben sich als DIY-Performer wie auch durch ihren Podcast „Dispatches From The Communal Bathroom“ als fließender Quell absurder Ideen in Sheffield aber auch andernorts auf der Insel bereits einen Namen gemacht.

Für unsere Ohren klingen die Tracks deshalb ob des manchmal skurrilen britischen Humors möglicherweise gelegentlich etwas gewöhnungsbedürftig. Insbesondere wenn der Kollege mit dem monotonen Tonfall am Mikro steht. So wie bei „Telegraph Hill“ einem Lied über eine miesepetrige Postkarte aus South London. Daneben gibt es jedoch auch beschwingte Folksongs wie den Opener „Anthem For Flying Ant Day“, der fliegenden Ameisen gewidmet ist. Tiefenentspannt empfangen den geneigten Hörer derweil „Half Astronaut“ und „Icarus Record“, während „Jezza“ nur noch ein Cocktail mit Papierschirmchen zum vollendeten Glück fehlt. Anders verhält es sich mit „The Mines of Devoutium“ – einer Art Cowboy-Ballade über einen fiesen Mönch-Spion: dieses Lied spricht für sich selbst und ist mein erklärter Favorit, wobei auch die nachdenklichen Songs „New Skins For The Old Ceremony“ und „Thoughts Walking To Euston“ ihre schönen Momente haben, bevor „Theme From Russian Satellite“ für einen aufgekratzten Abschluss sorgt.

Ach ja: SOUP REVIEW haben auch noch eine Suppen-Besprechung auf ihrer Platte untergebracht: Im Digipak haben sich die Herrschaften über Liz’s Gypsy Soup ausgelassen. Das einzige was an dieser Stelle noch gefehlt hätte, wäre das Rezept inklusive Einkaufsliste. Wie gesagt, manchmal ist „From The Bed To The Settee (And Back Again)“ ein wenig anders als andere Platten, aber Chris und Mario sind halt auch einfach ein wenig anders als andere Musiker.

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