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SPELLBREAKER - House of Cards

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Artist SPELLBREAKER
Title House of Cards
Homepage SPELLBREAKER
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Wirft man einen Blick auf die Metal-Szene in OWL kommt man unweigerlich auf den Namen SPELLBREAKER, die in wechselnder Besetzung nun schon seit gut 10 Jahren ihr Unwesen in der Region treiben. Nun legen die Bielefelder mit „House of Cards“ ihre zweite richtige Full Length vor, welche sie in Eigenregie eingetütet haben.

Ein Etikett lassen sich SPELLBREAKER für ihre Mucke kaum aufkleben, zocken sie doch zu vielseitig. Die Richtung bleibt dabei allerdings klassisch. So gibt es hier reihenweise old schoolige Thrash-Riffs, verspielte NWOBHM-Leads und eher im Prog angesiedelte Bass-Lines. Dazu variiert der alte und neue Sänger/ Bassist Lance (war mal kurz raus aus dem Line Up) gelungen zwischen energischer Stimme und cleanem Gesang. Je vielseitiger der Sound, umso schwieriger natürlich die Umsetzung. So bemerkt man schon beim mit einer dominanten Bass-Line ausgestatteten Opener „The Siege of ’73“ die nicht immer ganz flüssigen Übergänge zwischen den eingängigen und eher proggigen Passagen. Die folgenden, eher straighter ausgerichteten „Borders“, das deathige „Wendigo“ und „Last Piece of the Puzzle“ sind dann sichere Dinger. „Losing Home“ und „Shed“ beweisen, dass man den Übergang zwischen balladesk, heavy und thrashig auch besser hinbekommt, wobei Drummer Börgy sich bei beiden Tracks auch gleich mal richtig austoben darf! Beim Titelstück haut Gitarrist Daniel nochmal richtig auf die Kacke. So haut der – wie auch Basser Lance – generell recht proggig orientierte Axtmann hier mal so richtige Frickel-Soli raus. Und wie auch in den anderen Songs bemerkt man hier, dass ein zweite Gitarre durchaus sinnig sein könnte. So machen die sehr präsenten und nicht nur als Rhythmus-Sektion agierenden Bassläufe zwar viel aus, aber den Druck einer zweiten Gitarre, wenn das Solo gerade richtig abgeht, können sie nicht ersetzen.

So bieten SPELLBREAKER ein sehr vielseitiges und anspruchsvolles Album, welches mit einer etwas druckvolleren Produktion und einer zweiten Gitarre der spielerisch hochwertigen Ausrichtung noch gerechter werden würde!

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