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SPIDERGAWD - II

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Artist SPIDERGAWD
Title II
Homepage SPIDERGAWD
Label STICKMAN RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.0/10 (2 Bewertungen)

Was haben SPIDERGAWD mit MOTORSPYCHO zu tun? Nun, beide Kapellen kommen aus dem norwegischen Trondheim und teilen sich mit Bent Sæther und Kenneth Kapstad einen Teil der Besetzung. Allerdings weisen SPIDERGAWD ausdrücklich darauf hin, kein MOTORPSYCHO-Nebenprojekt zu sein. Die Welt ist jedoch auch in Norwegen klein und so kennen Per Borten (CADILLAC) und Rolf Martin Snustad (HOPALONG KNUT, SAMVIRKELAGET), die zweite Hälfte von SPIDERGAWD, Bent und Kenneth schon lange und es ergab sich, dass man beschloss, einfach mal gemeinsame Sache zu machen. Gesagt getan und schon bei der fünften Proberaum-Session im Mai 2013 wurde das selbstbetitelte Debüt aufgenommen. Da könnte man beim Zweitwerk, das den schlichten Namen „II“ erhalten hat, fast davon sprechen, dass sich die vier Herren wahnsinnig viel Zeit genommen haben, aber das ist wohl relativ. Wichtig ist hingegen die Frage, ob die Zeit auch sinnvoll genutzt wurde.

Und die kann mit einem klaren JA! beantwortet werden. Der SPIDERGAWD-Boogie ist heuer noch wilder und schärfer, das macht bereits der Opener „…Is All She Says“ nach einem gemächlichen Einstieg in die Materie deutlich. Die Nordmannen treibt es mit rauem Gesang und krachender Instrumentierung nach vorn, da macht auch das etwas frickeligere „Tourniquet“ keine Ausnahme. Geheimnisvolle Trommelschläge und lauernde Gitarrenakkorde eröffnen „Crossroads“, bevor mit „Fixing To Die Blues“ ein BUKKA-WHITE-Cover auf dem Seventies-Wohlfühl-Programm steht. Fernöstliche Elemente bringt derweil „Caerulean Caribou“ ins Spiel – auch ein Saxofon gibt es zu hören – wie bereits beim Erstling sind die Herren auch jazzigen Versatzstücken gegenüber nicht abgeneigt. Dann geht’s auch schon mit „Get Physical“ zurück in die dreckige Garage und bei „Made From Sin“ rappelt es erneut ordentlich im Karton, bevor „Our Time (Slight Return)“ die Krachlatten tiefer stimmt und „Sanctuary“ im großen Finale nochmals das Gas gibt und auch das Saxofon einen weiteren Einsatz bekommt.

„II“ erscheint wie der Vorgänger physisch auf 180-Gramm-Vinyl mit beigelegter CD und serviert neun Songs, die wie eine Weiterführung und Weiterentwicklung des ersten Albums klingen. Der Blues wirkt stärker ausgeprägt, die Grooves fetter, das Licht heller und die Schatten dunkler. Jetzt müssen die Jungs, die im letzten Jahr als Special Support die Europa-Tour von KADAVAR begleitet haben, nur noch live in Erscheinung treten. Wollen sie ab März auch machen, versprochen!

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