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SPIRALARMS - Freedom

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Artist SPIRALARMS
Title Freedom
Homepage SPIRALARMS
Label STEAMHAMMER/ SPV
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

Ich musste ein wenig nachdenken, als ich den Namen SPIRALARMS las. Irgendwie sagte mir die Band etwas, aber ich konnte sie nicht so recht zuordnen. Nachdem ich die Vita studiert hatte, wurde mir einiges klarer. Die Amerikaner rocken schon eine ganze Weile. Und nach zwei Demos veröffentlichten sie 2010 mit „Highest society“ einen mehr als beachtlichen Album-Erstling. Und nun geht es für die Classic-Rocker in Runde Zwei.

Doch als die ersten Riffs vom Opener „Dropping like flies“ ertönten, war nicht viel vom Classic Rock zu hören, mit dem ich die Formation bis dato in Verbindung gebracht hatte. Ein wirklich fettes Eingangsriff ließ keinen Platz zum Luftholen und erwischte mich schlicht eiskalt, genau wie der aggressive, aber saubere Gesang und das harsche Solo an der Stromgitarre. Mein Blick wanderte über mein CD-Regal und suchte etwas. An wen erinnert mich diese Musik? Auch „Hold me to the sky“ schlägt in eine ähnliche Presche. Etwas ruhiger zwar, aber dennoch wird der Song um ein markantes Riff aufgebaut. Effektiv. Hinzukommt später eine Solodarbietung, die mit dem Charme der Achtziger samt „Wahwah-Effekt“ arbeitet. Das nun folgende „Exit 63“ kuschelt ganz „dreist“ mit Bluesanleihen, ehe der Hard Rock wieder die Oberhand gewinnt. Das ist eine Monsterballade vom Feinsten. Und langsam dämmert es mir. Der Sound von SPIRAL ARMS nimmt die DANGEROUS TOYS (bis 1991), paart diese mit frühen BON JOVI und lädt MONSTER MAGNET auf einen dreckigen Dreier. Hört sich seltsam an? Nein – einfach nur fett. Man gebe sich einfach mal das schwermütige „Blackmoon morning“, das dreckig rockende „Drugs & alcohol“ oder das geradlinig marschierende „Dealer“. Aber mein persönliches Highlight folgt mit „Lovers leap“, eine Ballade, die es schafft, irgendwie Kuschelrock zu sein, ohne dabei kitschig zu werden. Ganz groß! Und selbst das BLACK SABBATH-Cover „Tommorows dream“ rockt im Anschluss gekonnt und klingt im Soundgeand der SPIRAL ARMS auch noch authentisch. Hinzu kommt eine tolle Produktion, die das Flair der Musik gut einfängt.

Ganz ehrlich: Dieser Mix aus klassischem Rock, Stoner- und Doom-Einflüssen plus viel dreckigem Rock’n’Roll macht großen Spaß. Selten hat mich ein Rock-Album vom ersten Ton an so gefesselt wie „Freedom“. Fans der bereits erwähnten DANGEROUS TOYS (ich beziehe mich speziell auf „Hellacious Acres“) und MONSTER MAGNET („Dopes to infinity“) sind hier quasi verpflichtet, ein Ohr zu riskieren. Ihr werdet dieses Album lieben!

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