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SPIRITUAL CRAMP - to say goodbye

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Artist SPIRITUAL CRAMP
Title to say goodbye
Homepage SPIRITUAL CRAMP
Label SAD RECORDS
Leserbewertung
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5.0/10 (2 Bewertungen)

Drei Jahre ließen sich die drei Bandmitglieder von SPIRITUAL CRAMP Zeit, bis sie nun endlich Anfang Mai ihr neues Album “to say goodbye” veröffentlichen konnten (bei Sad Records, dem Label der Düster Metaller END). Der Stil dieser CD zeichnet sich durch die wahnsinnige Vielfalt der Songs aus, die bereits bei „Time“ zu beobachten war.

Ivi eröffnet das Album mit einem Song, den sie durch ihre Stimme eindrucksvoll dominiert, der zweite Track wiederum wird von Stefans bekanntem Timbre geprägt. Bei den weiteren Stücken wechseln sich die beiden ebenfalls – gekonnt – ab, so dass die Songs mal ruhig und gelassen, andererseits aber auch opulent und expressiv ausfallen. Sie verarbeiten einige der derzeit angesagten Musikstile in ihren Tracks und zeigen dabei ihre typische Verspieltheit. So wechseln sie von Electro zu Dark Wave und Synth Pop und erschaffen damit eine interessante Mixtur diverser Einflüsse. Dadurch hört sich auch kein Songs wie der andere an. „The Witch“ ist gleich zweimal auf dem Silberling vertreten, einmal in der „normalen“ Version und dann zusätzlich als Remix von ELIS bzw. den ERBEN DER SCHÖPFUNG, was dem Stück eine besondere Bedeutung verleiht.

Als ich mir die Texte zu Gemüte führte, stellte ich schnell fest, dass der Album-Titel nicht ganz umsonst gewählt wurde. Man singt über vergangene Liebe, Abschiednehmen in allen möglichen Formen, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit und all die anderen Illusionen und Gedanken unseres kurzen Daseins. Das Ganze wird geschickt in die bandeigene Klangwelt integriert und von eindrucksvollen Synthesizer-Tönen unterstützt. Interessant ist auch der Facettenreichtum von Ivis Stimme. Mal klingt sie wie das nette Mädchen von nebenan (was sie ja auch ist, Anm. der Red.), dann jedoch wild und aggressiv. Hervorheben möchte ich auch das Lied „Drunken“: Sicherlich nicht für jedermann geeignet, denn man kommt hier sehr experimentell rüber und stößt möglicherweise dem einen oder anderen lyrisch sauer auf. Stefans Stimme klingt dabei, als wenn er selbst betrunken wäre und passt somit wie die Faust aufs Auge.

SPIRITUAL CRAMP beweisen mit „to say goodbye“ eindrucksvoll, dass sie in den letzten drei Jahren nicht geschlafen, sondern sich stetig weiter entwickelt haben. Ihre Musik besetzt ein weites Spektrum elektronischer Musik und wird somit sicherlich viele Anhänger finden. Schade finde ich, dass man die Ostwestfalen so selten live erleben kann, aber sie arbeiten wohl daran… Man darf gespannt sein, was man von dem Trio in Zukunft noch alles hören wird. Ich hoffe, dass sie sich nicht wieder soviel Zeit lassen, denn dieses Werk schreit nach mehr – Weiter so!

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