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SPIT LIKE THIS - We Won’t Hurt You (But We Won’t Go Away)

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Artist SPIT LIKE THIS
Title We Won’t Hurt You (But We Won’t Go Away)
Homepage SPIT LIKE THIS
Label GMR MUSIC
Leserbewertung
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6.0/10 (2 Bewertungen)

SPIT LIKE THIS kommen aus Schweden, das ja bekanntermaßen ein Eldorado für knackigen Rock’N’Roll ist. In Anbetracht des Covers erwarte ich irgendwas Richtung Glam Rock, evt. mit einer Prise Punk und siehe da: Die Band beschreibt fast genauso den eigenen Sound, der zudem auch noch einzigartig sein soll. Große Worte, also voller Spannung die CD in den Player geschoben und gleich mal hören, ob das Quartett auch hält, was es verspricht…

Stand in den Infos nicht was davon, dass SPIT LIKE THIS von THE ROCKY HORROR SHOW beeinflusst sind? Der Opener „Sex, Drugs & Heavy Metal“ lässt daran definitiv keinen Zweifel. Die üblichen Rock-Klischees scheinen außerdem ausführlich zelebriert zu werden, zumindest lässt der erste Songtitel derlei vermuten. „Heart Thief“ geht in eine ähnliche Richtung, vielleicht mit einer Portion mehr T-REX, aber irgendwie fühle ich mich dennoch wie im Seventies-Rock-Musical. Daran soll sich auch bei den kommenden Tracks nichts ändern, die wenigstens musikalisch den Fans des Kult-Musicals aus dem Herzen sprechen sollten. „Dead Girl Walking“ bringt doch ne Menge „Sweet Transvestite“ mit, was nicht zuletzt am Gesang von Lord Zion liegt, der gemeinsam mit Fräulein Vikki Spit (Bass) die Combo vor fünf Jahren aus der Taufe gehoben hat. Später stießen noch Vile Gilez an den Drums und Gitarrist Cyndi Rott dazu, die bei „Hunt You Down“ zwar härtere Töne anschlagen dürfen, was die bei mir allmählich aufkommende Langeweile jedoch nicht zu vertreiben vermag. Was wirklich Spannendes passiert leider auch auf „We Won’t Hurt You (But We Won’t Go Away)” nicht mehr. Vielmehr kommt für mich mit dem finalen „Sweet Transvestite“-Cover nur noch die Bestätigung, dass ich mit meiner frühen Verortung, wo SPIT LIKE THIS zu Hause sind, nicht verkehrt lag.

THE ROCKY HORROR SHOW ist ebenso wie der Film schon seit Jahrzehnten Kult und macht immer noch Spaß (vor allem, wenn man selbst mit Reis, Klopapier, Wasserpistolen und Zeitungspapier aktiv am Geschehen auf der Bühne oder Leinwand teilnimmt). Das Album der Skandinavier beliebt hingegen eher farblos und ohne eigene Handschrift. Nett gemacht, live sicher auch unterhaltsam, aber ich greife ich doch lieber zum Original-Frank’N-Furter, wenn ich es retro haben möchte.

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