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SPORT - Unter den Wolken

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Artist SPORT
Title Unter den Wolken
Homepage SPORT
Label STRANGE WAYS RECORDS
Leserbewertung
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7.5/10 (6 Bewertungen)

Anders als REINHARD MEY 1974 sind SPORT mit ihrem dritten Album nicht „Über den Wolken” unterwegs. Sie bewegen sich lieber „Unter den Wolken“ und tarieren hier ihre Grenzen und Möglichkeiten aus. Hinter SPORT verbergen sich Felix Müller (Gesang, Gitarre und Songwriting, auch als Gitarrist bei KANTE und BOY DIVISION unterwegs), Christian Smukal (spielt außerdem bei TIKKUN, MKK, ANDI KÜNNECKE und MKK den Bass) und Drummer Martin Boeters, der ansonsten die Stahlseiten bei BOREDOM WAVE zupft. Musikalisch ordnet sich das Trio, das seit zwölf Jahren besteht und in Hamburg zuhause ist, als „BLACK SABBATH für Leute, denen von BLACK SABBATH Fans die Brillen kaputt getrampelt worden wären“ oder als „die bulgarischen QUEENS OF THE STONE AGE mit deutschen Texten“ ein.

Tatsächlich lassen es SPORT mit ihrem Opener „Gehirnerschütterung“ ordentlich krachen und auch „Stimmen“ kombiniert schrammelige Gitarren mit einer druckvollen Rhythmussektion, während „Vergiss die Weltformel“ gleich den Staffelstab an Bass und Drums abgibt. Hier knallt eine gute Portion Stoner Rock aus den Boxen, wohingegen „Wir sind für euch da“ das Potenzial zum eingängigen Hit mitbringt. Aber auch klagende Balladen mit wummernden Langäxten hat der Dreier im Angebot: „Namen und Gesichter“ sind so ein Fall oder etwa die Indie-Nummer „Der Schmerz“. „Wenn alle Stricke reißen“ driftet ein wenig in Richtung Indie-Pop ab und „Bloß psychosomatisch“ wartet mit leichtfüßigen Sechssaiten und treibenden Rhythmen auf. Später donnert „Durch die Lücken“ dem Hörer wieder fordernd entgegen. Ganz anders der Titeltrack „Unter den Wolken“, der sich ganz langsam entwickelt und von monotonen Klängen zu epischen Melodien wechselt.

Auch wenn es bei den Songs vielfach um Defekte jeder Art geht, so laufen SPORT doch wie geölt. Mir gefallen besonders die knackigen Stücke, bei denen auch die Instrumente gut zu tun haben, aber auch die filigraneren Vertreter auf „Unter den Wolken“ haben ihre Daseinsberechtigung.

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