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SPORTFREUNDE STILLER - New York, Rio, Rosenheim

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Artist SPORTFREUNDE STILLER
Title New York, Rio, Rosenheim
Homepage SPORTFREUNDE STILLER
Label VERTIGO
Leserbewertung
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4.0/10 (11 Bewertungen)

Sechs Jahre sind eine lange Zeit, insbesondere, wenn man über eine solche Spanne auf das nächste Studioalbum einer Band wartet. Nun gut, bei den SPORTFREUNDEn STILLER gab es zwischen dem #1-Hit „La Bum“ und dem neuesten Streich „New York, Rio, Rosenheim“ noch das gefeierte „MTV Unplugged In New York“ und immerhin haben sich Flo, Rüde und Peter zwischenzeitlich ihren Fans auch noch live gezeigt. Nun kommt also die sechste Konservenkost aus dem Studio und nicht nur die Stadt Rosenheim wird sich angesichts der kostenlosen Werbung über die Veröffentlichung freuen.

Wer sich mit Morsezeichen auskennt, wird die Stakkatosounds des Openers „Hymne auf Dich“ schnell als die Buchstaben „S-F-S“ identifizieren. Und auch wer weder Funker noch Seefahrer ist, weiß doch nach wenigen Takten bereits, dass er es wie auch beim knackigen „Wenn Pferde schlafen“ mit den Sportis zu tun hat. Die Jungs sind auch im 17. Jahr ihres Bestehens ihrem Stil treu geblieben und liefern wieder einen Haufen Songs ab, die sich bestens mitgrölen lassen. Entsprechend empfiehlt sich die Vorabsingle „Applaus, Applaus“, die es bereits in die Top Ten schaffte, als legitimer Nachfolger von „Ein Kompliment“ und auch der Titeltrack „New York, Rio, Rosenheim“ wird zukünftig mit Sicherheit aus vielen Kehlen zu hören sein, wenn die Bayern mit ihrem jüngsten Baby auf Tour gehen. „Unter unten“ hat etwas mehr Synthesizer abbekommen als man dies von den SPORTFREUNDEn STILLER gewohnt ist, während „Es muss was Wunderbares sein (von mir geliebt zu werden)“ ein wenig an RAMMSTEIN erinnert, allerdings ohne die bitterböse Attitüde, die mit den ostdeutschen Pyrotechnikern in Verbindung gebracht wird. Derweil gefällt das treibende „Clowns & Helden“ mit abwechslungsreichen Arrangements und das eindringliche „Festungen und Burgen“ mit leisen Tönen. Das beschwingte „Wieder kein Hit“ darf bei den Erfolgen der Bajuwaren nicht wortwörtlich genommen werden, spiegelt jedoch sicherlich auch den Druck wider, dem sich das Trio in den vergangenen Jahren ausgesetzt sah. Druckvoll schließt sich die „Lederjacke“ an, um mit dem rhythmusbetonten „Let’s Did It“ noch einmal das Tasteninstrument von der Leine und die Eighties aufleben zu lassen. „Wunder fragen nicht“ heißt es schließlich am Ende mit einer gehörigen Portion Zuckerguss; wenn da die Hallen zukünftig nicht in einem Lichtermeer versinken, weiß ich es auch nicht.

„New York, Rio, Rosenheim“ gehört definitiv auf die Bühne. Dort sind die SPORTFREUNDE STILLER am stärksten und wissen ihre Fans von der ersten Sekunde an mitzureißen. Deshalb ist der erste Teil der Tour auch schon nahezu ausverkauft, aber im Herbst wollen die Trainingsjackenträger wieder ihren Kram zusammenpacken und durch die Republik reisen. Bis dahin ist Zeit genug, um die Texte zu lernen. Weshalb sonst kann man die Sportis-Songs sonst so super mitgrölen?

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