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SPYDER BABY - Let Us Prey

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Artist SPYDER BABY
Title Let Us Prey
Homepage SPYDER BABY
Label BLIND PROPHECY RECORDS
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Böser, böser Junge… Wahrlich, der Traum aller Schwiegermütter sieht anders aus als Stevie Banch. Und er klingt auch anders als das Mastermind von SPYDER BABY. Der Krawallbruder aus Detroit, der sich anschickt, uns sein Debütalbum „Let Us Prey“ um die Ohren zu hauen, scheint sich bei MARILYN MANSON einige Schminktipps geholt zu haben und macht so gar keinen netten Eindruck.

Aber nett ist bekanntlich die kleine Schwester von scheiße und wer will schon immer nur nett sein? Dann doch lieber mal lieber eine ordentliche Breitseite Düster-Rock in Kombination mit Metal und Industrial wie sie Mr. Banch parat hält. Immerhin konnte der Ghoul-Rocker auch Al Jourgensen, seines Zeichens Sänger und Enfant terrible bei MINISTRY, von seinen Qualitäten überzeugen, so dass der gute Al bei der High Speed-Nummer „Bitter“ mix- und produktionstechnisch involviert war. Doch auch der Rest kann sich hören lassen: Nach einer kleinen „Rock Star“-Einführung sorgt der Bass von „Bugs Crawl In“ für ein angenehmes Grummeln in der Magengegend, bevor Stevie seine wütende Stimme erhebt. Jaulende Gitarren wabern bei „Goodbye“ aus den Boxen, das Tempo wird an dieser Stelle etwas gedrosselt, nicht jedoch die musikalische Intensität. „Days Go On“ gibt sogleich wieder Vollgas, um mit „All The Hits“ noch eins drauf zu setzen und die Matten kreisen zu lassen. Trommelstakkati erwarten uns bei „Watch You Die“ ebenso wie zornige Langäxte und hypnotische Vocals. „Lips of Red“ erinnert an MARILYN MANSON in guten Tagen, während „Sex Action“ klassische Metal-Versatzstücke in ein dunkles Gewand kleidet. Langsam scheppert „The Worms“ vor sich hin, hier hätte durchaus ein wenig mehr Schmackes drinstecken dürfen. Dafür lässt es „We All Fall Down“ wieder krachen und auch „Sacred Heart“ und „Raining When I Go“ hauen auf den Putz, dann pustet das finale „Kill The King“ noch den letzten Staub aus der Lautsprecherverkleidung.

Also, wenn die ungeliebte Schwiegermutter unverhofft zu Besuch kommt, einfach „Let Us Prey“ in angemessener Lautstärke auflegen, alles andere regelt sich dann von allein. Ansonsten taugt die Platte auch bestens zum Aggressionsabbau und Kalorienverbrennen durch ausdauernde rhythmische Bewegung.

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