| Artist | STAIRWAY TO VIOLET |
| Title | Invictus |
| Homepage | STAIRWAY TO VIOLET |
| Label | NOCUT MUSIC |
| Leserbewertung |
Die Kamera ist sein ewiger Begleiter, die Musik liegt ihm im Blut: Béla Klentze steht im Scheinwerferlicht, seit er als Elfjähriger einen „Tatort“ drehte und anschließend im Oscar-prämierten Kinofilm „Nirgendwo in Afrika“ mitwirkte. Parallel zu seiner Schauspielausbildung wurde Klentze im Alter von 16 Jahren das Gesicht des deutschen Disney Channels und spielte in den USA die Hauptrolle in der Sitcom „Disney’s kurze Pause“. Es folgten Hauptrollen in mehreren Kino- und TV-Filmen und Serien. Von seinem Vater, dem Jazzmusiker Thorsten Klentze, wurde dem bald 38-jährigen die Musik in die Wiege gelegt. 2021 gründete er die Cinematic Rockband STAIRWAY TO VIOLET, mit der Klentze seine vielen Talente zu einem Gesamtkunstwerk vereint. Die von ihm komponierten Songs und dazugehörigen Videos sind audiovisuelle Reisen durch fantastische Klangwelten – voller Energie und Emotionen. Produktionen wie „Save The Planet“ erregten bereits Aufsehen, nun folgt das Debüt-Album „Invictus“, das orchestralen Rock, elektronische Texturen und die Dramatik klassischer Filmmusik miteinander verbindet.
Gleich mit dem titelgebenden Opener „Invictus“ stellt Kollege Klentze dann auch klar, dass er keinesfalls vorhat, kleine Brötchen zu backen. Gemeinsam mit Arne Rudolf (Screams), Christoph Weller (Drums), Patrick Koch (Bass) und Marco Buscher (Gitarre) ist der Mann mit großem Besteck unterwegs; beim Stück „Paranoia“ ist zudem noch weiblicher Gesang zu hören. Im Grunde ist allen Tracks gemeinsam, dass sie problemlos als kraftstrotzender Soundtrack für einen Hollywood-Blockbuster herhalten könnten. Stilistisch werden die Schwerpunkte von Lied zu Lied etwas unterschiedlich gewichtet, man darf jedoch sicher sein, dass immer hymnische Refrains am Start sind. „Come Spirit Come“ ist dafür ein gutes Beispiel, während „Love Death & Pixiedust“ mit seinem Techno-Beats die sanftere Version eines ELECTRIC-CALLBOYS-Song sein könnte. Auf metallische Härte versteht sich der Fünfer jedoch auch, wie er mit dem knackigen „It Thrills It Kills“ beweist – auch hier fehlt es nicht an Eingängigkeit und epischem Soundtrack-Charakter. Und natürlich darf auch eine Ballade nicht fehlen, die mit „My Heart’s Cut Open“ ebenfalls bombastisch ausgefallen ist. Nicht weniger opulent kommt „Let It Go“ daher: mit jeder Menge Emotionen geht es darum, sich von der Vergangenheit zu befreien und Schmerz in Kraft zu verwandeln. Zu dieser Nummer gibt es ebenso wie zu „Unholy War“ auch ein Video. Auf „Unholy War“ schlagen STAIRWAY TO VIOLET gesellschaftskritische Töne an, Thema ist der Unsinn religiös motivierter Gewalt und ich möchte hinzufügen, dass Machtgeilheit auch keinen Krieg rechtfertigt. Dass sich den eindringlichen Screams dieses Stücks mit „Bleeding Love“ eher versöhnliche Klänge anschließen, macht dann doch irgendwie Hoffnung und dank der „Parade of Stars“ wird es abermals episch, bevor es als Bonus noch „In The Shadows“ von THE RASMUS als filigrane Piano-Cover-Variante auf die Ohren gibt. Auch „Come Spirit Come“ wird noch einmal auf dem Klavier vorgetragen und entwickelt auf diese Weise eine ganz besondere Energie.
Béla Klentze weiß ganz eindeutig, welche Zutaten es für opulenten Cinematic Rock braucht. Die 15 Songs auf dem STAIRWAY-TO-VIOLET-Erstling „Invictus“ laden mit eingängigen und kraftvollen Melodien ein, seinem Kopfkino freien Lauf zu lassen und wenn Musik für eine Produktion benötigt wird, in der Béla eine Rolle spielt, kann er sich auch gleich mit seiner Musik einbringen, wenn eine gewisse Dramatik gefragt ist.

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