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STANFOUR - Rise and Fall

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Artist STANFOUR
Title Rise and Fall
Homepage STANFOUR
Label UNIVERSAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.5/10 (6 Bewertungen)

Eben noch waren sie mit A-HA auf Tour und schon kommt das zweite Album der vier Jungs aus Schleswig-Holstein in die Plattenläden. Dass das Quartett auf Föhr zu Hause ist, hört man der Mucke nach wie vor nicht an, stattdessen denkt man eher eine Ami-College-Rock-Band, was vermutlich am längeren Aufenthalt in L.A. liegt, wo die beiden Brüder Konstantin und Alexander Rethwisch (Gesang bzw. Keys & Gesang) mehrere Jahre gelebt haben und entsprechend musikalisch sozialisiert wurden. Das Debüt „Wild Life“ und die damit verbundenen Singleauskopplungen verkauften sich hierzulande auf jeden Fall gut – nicht zuletzt aufgrund der Medienpräsenz von „For All Lovers“, das als Trailermusik zur SAT1-Show „Nur die Liebe zählt“ ausgewählt wurde.

Wer’s in die Pflaume-Kuppelshow schafft, ist im Regelfall kein harter Rocker, sondern liefert Beschallung fürs Herz und entsprechend ist auch „Rise & Fall“ ausgefallen. Die Jungs bleiben ihrem Style treu und versorgen die schmachtende Gemeinde mit dem passenden Soundtrack für große Emotionen. Als erstes schicken STANFOUR ihre Vorabsingle „Wishing You Well“ mit viel Klaviergeklimper und einer guten Portion Pathos ins Rennen. Wenn die Nummer nicht irgendwo im TV zwecks Bewerbung des Weihnachtsprogrammes wieder auftaucht, dann weiß ich es auch nicht. Überhaupt scheinen die Herrschaften auf vorweihnachtlichem Schmusekurs zu sein, denn auch „Sail On“ lässt einem das Herz aufgehen, bevor „Life Without You“ gleich noch eins draufsetzt. Die Pianoballade neigt zum Gefühls-Overkill, ehe „Say You Care“ ein wenig Dramatik ins Spiel bringt. Endlich, endlich dürfen bei „Face To Face“ auch einmal die Langäxte aufheulen und auch das Tempo zieht deutlich an. Mein Tipp für die nächste Single-Veröffentlichung! Wie es scheint, sind die Herren allerdings momentan ein wenig depressiv, denn mit „Take Me Or Leave Me“ schließt sich schon der nächste Schleicher an, der mit Streichern und Tasten einen zuckrigen Überzug erhalten hat. Da nehmen sich „Tired Again“ und „Bittersweet“ fast schon ungestüm aus, dabei ziehen STANFOUR auch hier ganz einfach ihr bewährtes Emotionen-Ding durch. Auf Dauer strengt das ewige Geschmachte und Geseufze allerdings ein wenig an, da freut es die Rezensentin, wenn mit „Stars“ ein kleiner elektronischer Hauch durch die Boxen fährt, um jedoch mit „Everything Has Changed“ in sattsam bekannte Gewässer zuzückzukehren.

Jeder Song für sich verdient wenigstens das Prädikat „nett und einwandfrei produziert“. Über 43 Minuten sollte man aber aufpassen, keinen Zuckerschock zu erleiden. Ein bisschen mehr hätten es STANFOUR schon krachen lassen können, zumal dieses Mal die großen Hymen wie eben „For All Lovers“ oder auch „In Your Arms“ (mit „Popstars“-Kandidatin Jill) fehlen. So schrammt „Rise & Fall“ tatsächlich ganz dicht zwischen Aufstieg und Fall entlang. Wer auf der Suche nach einer Überdosis Kuschelpop ist, sollte umgehend zuschlagen, dem Rest rate ich zur Vorsicht.

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