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START A REVOLUTION - The Day we’ve been waiting for

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Artist START A REVOLUTION
Title The Day we’ve been waiting for
Homepage START A REVOLUTION
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.5/10 (10 Bewertungen)

Der Tag, auf den wohl jeder Künstler wartet, ist sicherlich dann gekommen, wenn er sein erstes erschaffenes Werk in den Händen hält. So nicht anders bei START A REVOLUTION, deren erster Longplayer „The Day we’ve been waiting for” nun das Licht der Welt erblickt hat. Als Geburtshelfer fungieren wir und schauen, was daraus geworden ist.

Die Revolution beginnt ziemlich direkt und unvermittelt mit „Don’t waste your time“ und macht sogleich klar, in welche Richtung es gehen soll bzw. wird. Bellende Hardcore-Shouts wechseln sich mit reibigem Powerpop-Gesang ab, welcher wie auch die instrumentale Seite einige Punk-Elemente beinhaltet. Der Wechsel zwischen cleanen und geschrienen Vocals ist ja nun alles andere als neu, doch so wie es sich das Trio untereinander aufteilt und praktiziert, hebt es sich von der breiten Masse schon etwas ab. Ist das tiefe Shouting doch sehr gefällig und irgendwo zwischen Ex-AS WE FIGHT-Röhre Jason Campbell und Marcus von HEAVEN SHALL BURN einzuordnen, kommt die klare Stimme mit einer rotzigen Mischung aus Punk und Pop daher, wirkt dabei manchmal allerdings schon ziemlich am Limit. Ein paar Crewshouts (z.B. in „We wanna know“) und das ein oder andere „Woohoohoo“ (wie im Opener) gesellen sich dann und wann dazu, während das Ganze durch metallische Leads, Breakdowns („We must break up the creed & greed“) und punkigem Drive von den Instrumenten begleitet wird. Sehr angenehm zu hören das Gemisch und durchaus party-tauglich dank gaaanz leichter BLESSED BY A BROKEN HART-Attitüde – doch geht es bei dem Dreier aus Aachen durch den Hardcore-Anteil wesentlich ernster zu. Ist das Rezept innerhalb der 12 Kompositionen an sich immer recht einheitlich mit Mitgröhl-Refrains gespickt, wirken die jeweiligen Songs allerdings an ein paar wenigen Stellen etwas überladen, sind aber mitnichten eintönig oder langweilig. Tempo und Dynamik werden stets variiert, so dass beispielsweise „I have no clarify“ wesentlich verbissener daherstampft als das bedächtige, aber nicht minder rockende „That’s My Life“ oder gar das balladenähnliche „Someone“, während „Hopeless Anthem“ wiederum ein ziemlich industrielles Riffing an den Tag legt. Müsste ich jetzt ein paar Anspieltipps geben, würde ich spontan „I have to clarify“, „When you say my name“ (mit schönen Klavier-Parts) und den recht amerikanisch klingenden Titelsong nennen, doch auch der Rest des gut 47 minütigem Liedgutes unterhält sehr gut und fühlt sich in den Tanztempeln zu hause.

Der Tag, auf den ich gewartet habe ist da: Der Tag, an dem mal wieder etwas anders als „Standard-Core“ auf die Welt losgelassen wird. Ob „The Day we’ve been waiting for” jetzt direkt eine Revolution lostritt, wird noch zu beobachten sein. Auf ihre erste LP durften START A REVOLUTION jedenfalls zu Recht warten: Ein sehr erfreuliches, gut produziertes Werk der dreiköpfigen Kombo, deren Revolte ihr euch gerne anschließend dürft! Um es im Ches Sinne zu sagen: Viva La Revolution!

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