Band Filter

STEEL ATTACK - Carpe Diend

VN:F [1.9.22_1171]
Artist STEEL ATTACK
Title Carpe Diend
Homepage STEEL ATTACK
Label MASSACRE RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

„Carpe DiEnd“ ist bereits das 6. Album der schwedischen Power Metaller STEEL ATTACK, die schon seit 1995 musizieren. Merkwürdigerweise orientiert man sich, bis auf die typischen Keyboards, nicht an den Landsleuten und ihrem üblichen Sound. Vielmehr bietet man 80er-US-Metal mit fettem Sound und kraftvollem Sänger.

Das mundet bei dem Doublebass-Opener „Carpe DiEnd“ schon recht gut, zündet denn aber besser bei dem thrashig beginnenden „The Evil in Me“. Allerdings sind die Songs mit um die 5 Minuten einen Tick zu lang geraten und die Keys stehen manchmal etwas arg im Vordergrund, aber das stört bei Schwedenbands ja eigentlich keinen. Fast schon NIGHTWISHartige dramatisch-bombastische Choreinschübe und ein Solospot zerpflücken den Song leider ein wenig, da er ansonsten schön nach vorne abgeht. „Holy is Evil“ ähnelt dann vom Aufbau her schon arg den vorigen Songs, kann aber mit einigen bösen Grunts aufwarten, welche die Düsternis des Tracks unterstreichen. Macht ihn aber auch nicht so wirklich spektakulär, gutes Metalhandwerk eben und mehr nicht. Spannender startet da schon „Perpetual Solitude“, mit geilem Gitarristengegniedel und schönem Gepumpe. Der ausgeprägte Gesang, der manchmal ein wenig an Marco von NIGHTWISH/TAROT erinnert, könnte einigen bestimmt gut auf den Zeiger gehen. Aber das ist bei dem an der Produktion beteiligten KING DIAMOND ja auch nicht anders. Hat auf jeden Fall was. Das dramatisch-bombastische „For whom I Bleed?“ groovt schön langsam vor sich hin mit seinem slow-Moshriff, plätschert aber eben phasenweise auch nur so aus den Boxen, was ein Manko der ganzen Scheibe ist.

Die Produktion von KING DIAMOND-Gitarrist Mike Wead ist fett geworden, geht ein wenig Richtung MYSTIC PROPHECY vom Sound her. Bleibt ein handwerklich gutes Album, dem einfach die zündenden Ideen und Songs, die hängenbleiben, fehlen. Fans obiger Musikrichtungen können mal ein Ohr riskieren.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu STEEL ATTACK