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STENDAL BLAST & BLUTENGEL - Mein Babylon

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Artist STENDAL BLAST & BLUTENGEL
Title Mein Babylon
Homepage STENDAL BLAST & BLUTENGEL
Label SCHWARZROCK/ DARK DIMENSIONS
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„In der Erde ist ein Spalt, alte Männer durchgeknallt und das Dröhnen der Melancholie ist heut Abend so stark wie nie“ – Wie viel LSD muss man sich reinziehen, um so apgespacete Texte zu verfassen? Das war mein erster Gedanke, als ich mir den gemeinsamen Erguss von BLUTENGEL und STENDAL BLAST durch die Ohren zog. Aber mal ehrlich, wer erwartet von so einer Kollaboration erhabene Lyrics? Es geht ganz einfach um schwarze Pop-Kultur für den Gebrauch zwischendurch (zuhause und auf der Tanzfläche). Und da hat sich hier genau das richtige Gespann zusammengetan. Die Legende lautet so: SB-Mastermind Kaaja Hoyda hatte nach der Veljanov-Single „Nur ein Tag“ angekündigt, seinen Fans eine weitere hochkarätige Zusammenarbeit zu liefern. Da meldete sich die liebreizende „Blutgräfin“ Constance und schlug genau in dieselbe Kerbe, zudem kannte/ schätzte man sich von früher.

Das Ergebnis liegt nun vor: Eine MCD mit 6 Tracks und einer Laufzeit von immerhin 30 Minuten, die für deutlich unter 10 Euro angeboten wird. Dabei handelt es sich im wesentlichen um 2 Tracks, welche dann noch von den beiden beteiligten Parteien remixed wurden. Komponiert wurden „Mein Babylon“ und „In der Erde“ von SB, den Gesang lieferten die beiden „Blutegel“ in bekannter Art und Weise ab. „Härte meets Dramatik“ nennen die Protagonisten das Ergebnis, nun gut, es gibt Härteres, es gibt Dramatischeres, trotzdem klingt es nett. Die Basisversionen enthalten erwartungsgemäß Gitarren, die aber nicht sonderlich im Vordergrund stehen. Durch Pohls und Ruderts Stimmen bekommt die Sache schon einen starken BLUTENGEL-Anstrich, es sind halt nur ein paar Riffs darunter gelegt. Die Refrains wirken pompös-poppig, das richtige Futter also für alle Pohl-Devotees. Während man sich beim Titeltrack der Stalker-Thematik zuwendet, geht es bei „In der Erde“ um unsere Gesellschaft an sich, passend dazu der Bezug zum „Gegenwartslyriker“ Herbert Marcuse. Die 4 Bearbeitungen verstärken die elektronische Seite, mal gibt es Future Pop Anklänge („Marcue tanzt-Mix“), mal hört es sich tatsächlich wie BLÜMCHEN in ihrer Roboter-Phase an („CLC-Mix“).

Ein Silberling, der genau das hält, was er verspricht: Eingängige Kost in der Schnittmenge von Elektronik und leichtem Heavy Rock, zudem mit hohem value-for-money-Faktor. Fans beider Kapellen dürfen getrost zugreifen, ein so großes soundtechnisches Wagnis ist man hier ja auch nicht eingegangen. Seicht aber schön!

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