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STEREOPHONICS - Scream Above The Sounds

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Artist STEREOPHONICS
Title Scream Above The Sounds
Homepage STEREOPHONICS
Label WARNER
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Da sind sie wieder, die Jungs aus Cwmaman in Südwales. Die Rede ist von den STEREOPHONICS, die 1992 als TRAGIC LOVE COMPANY aus der Taufe gehoben wurden. Von der Gründungsmannschaft sind noch die nicht verwandten Kelly (Gesang & Gitarre) und Richard (Bass) Jones mit von der Partie, die Positionen hinter der Schießbude und am zweiten Sechssaiter sind von Jamie Morrison (seit 2012) und Adam Zindani (seit 2007) besetzt. Seit 1997 haben die Waliser – sieht man mal von 2011 ab – in schöner Regelmäßigkeit alle zwei Jahre ein Album veröffentlicht, weshalb es jetzt abermals Zeit für neue Konservenkost war. „Scream Above The Sounds“ heißt der zehnte Studiooutput, der daheim Platz 2 und Silber erreichen konnte, bei uns allerdings nicht den Weg in die Charts gefunden hat.

Woran es liegt, dass die STEREOPHONICS hierzulande nie so richtig Fuß fassen konnten, vermag ich wirklich nicht zu sagen, denn eigentlich bringt der Vierer alles mit, um die Massen zu begeistern. Nicht zuletzt outete sich Nobelpreisträger BOB DYLAN als Fan, BRUCE SPRINGSTEEN nahm die Truppe, die im diesem Jahr auf ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte zurückblicken kann, mit auf Tour und gleich mit ihrem hymnischen Opener „Caught By The Wind“ beweisen die Herren eingängige Brit-Pop-Massentauglichkeit. „Taken A Tumble“ übernimmt mit nicht minder flotten Melodien, bevor „What All The Fuss About?“ saxofongeschwängert auf leisere, emotionale Klänge setzt. Das nachfolgende „Geronimo“ stampft stattdessen mit einem gerüttelt Maß an Elektronik durchs Geschehen, während die Single-Auskopplung „All In One Night“ als kleine, feine Indie-Rock-Ballade grüßt. „Chances Are“ entwickelt sich langsam aber gewaltig zu einem knackigen Rocker, ehe die reduzierte Klavierballade „Before Anyone Knew Our Name“ an den früheren Drummer Stuart Cable erinnert, der die Kapelle mit gegründet hat, 2003 jedoch ausstieg und 2010 verstorben ist. „Would You Believe?“ groovt tiefenentspannt, zählt für mich aufgrund einer gewissen Monotonie allerdings zu den schwächeren Stücken, insofern darf ich mich nicht über „Cryin’ In Your Beer“ beschweren, zu dem gern auch mitgegrölt und ein Bier getrunken werden darf. Hier haben Jones & Co, möglicherweise ein wenig bei STATUS QUO gespickt, mir persönlich gefällt der Sound besser, wenn wie bei „Boy On A Bike“ Kellys raue Schnaps+Kippen-Stimme Süßholz raspelt. Bleibt noch „Elevator“, das die Platte mit einem dezenten Country-Einschlag aufgeräumt enden lässt.

Ja, „Scream Above The Sounds” ist kein aus dem Rahmen fallendes Meisterwerk, aber sehr solide Rockmusik, die so schnell nicht langweilig wird. Die STEROPHONICS sind sich auch bei Silberling No.10 treu geblieben und beweisen trotzdem genügend Zeitgeist, um auch bei den nachwachsenden Fans punkten zu können. Weshalb das in Deutschland nicht gelingen will – ich weiß es nicht!

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