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STEVE ’N’ SEAGULLS - Farm Machine

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Artist STEVE ’N’ SEAGULLS
Title Farm Machine
Homepage STEVE ’N’ SEAGULLS
Label SPINEFARM RECORDS
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Schon mal von STEVE ’N’ SEAGULLS gehört? Die Band spielt Blue-Grass-Versionen von bekannten Hard-Rock-/Metal-Songs und sieht aus wie ein Haufen amerikanischer Rednecks, der irgendwo im tiefsten Süden der USA zuhause ist. Tatsächlich handelt es sich jedoch um fünf Finnen, wie man anhand der Namen erahnen kann. Als da wären Pukki Kaalinen (Double Bass & Vocals), Wild Till Hiltunen (Accordion, Mandolin & Casio), Herman de German (Banjo, Guitar & Vocals), Remmel (Vocals, Acoustic Guitar & Mandolin) und Puikkonen (Drums, Percussions & Vocals), die auf der bandeigenen Facebook-Seite ihren aktuellen Wohnort mit „Perunamaa“ angeben. Allerdings ist das keine finnische Stadt, sondern übersetzt nichts anderes als ein Kartoffelacker. Die Jungs haben offenkundig Humor (man beachte auch den Bandnamen!) und so ist STEVE ’N’ SEAGULLS auch aus einer Laune heraus entstanden: Ein paar Freunde hatten Bock auf AC/DCs „Thunderstruck“ in Blue-Grass-Machart. Es wurde nicht lang gefackelt, die Kleiderschränke nach schrägen Klamotten durchsucht und im eigenen Garten ein Video abgedreht, dass nach nunmehr neun Monaten auf You Tube fast zwölf Millionen Klicks verzeichnen kann.

Das Quintett ist jedoch keineswegs nur ein talentfreies Spaß-Ding! Die Herren aus dem hohen Norden verstehen ihr Handwerk und deshalb kommt jetzt auch das erste Album der strangen Finnen in die Plattenläden. Natürlich inklusive „Thunderstruck“, doch auch RAMMSTEIN ist mit „Ich will“ vertreten – inklusive deutschem Gesang, was allein schon sehr charmant und hörenswert ist! GARY MOOREs Klassiker „Over The Hills And Far Away“ ist in der Banjo-Variante noch nach am nächsten dran am Original, während beispielsweise PANTERAs „Cemetery Gates“ ein ganz neues Gewand erhalten hat. Statt kreischender Langäxte sorgt ein Akkordeon für Stimmung – hier wird dann weniger das Haupthaar geschüttelt, sondern mit dem Nachbarn geschunkelt. „Nothing Else Matters“ von METALLICA hat im Laufe der Jahre so manche Neuinterpretation erfahren, die beschwingte Blue-Grass-Ableitung zählt sicher zu den kuriosesten und auch „Seek And Destroy“ beweist, dass ein Song zwar im gleichen Tempo, aber mit anderen Instrumenten performt, wirklich gleich ganz anders rüberkommt. Banjo, Mandoline, Akkordeon und Cajón bringen halt ein ganz besonders Flair mit, in diesem Sinne sei auch IRON MAIDENs „Run To The Hills“ erwähnt, das ebenfalls spannende Veränderungen erfahren hat.

Es hat ja schon fast alles gegeben: Da wurde klassisch-symphonisch gecovert oder im Country-Style, Polka war schon ein Thema, auch Jazz- und Easy-Listening-Kapellen haben sich bereits bekannter Rock- und Metal-Tracks angenommen. Jetzt also Blue Grass mit einer Truppe, die genau das richtige Maß an Verrücktheit mitbringt. Im Sommer werden STEVE ’N’ SEAGULLS für drei Festivaltermine nach Deutschland kommen, bis dahin sei wärmstens die Konservenkost „Farm Machine“ empfohlen! Hier auch noch das bereits erwähnte Video zu „Thunderstruck“, mit dem alles begann: www.youtube.com/watch?v=e4Ao-iNPPUc

Tracklist:

1.     Grand Opening
2.     Black Dog (LED ZEPPELIN)
3.     Thunderstruck  (AC/DC)
4.     The Trooper (IRON MAIDEN)
5.     Ich will (RAMMSTEIN)
6.     Paradise City (GUNS N´ROSES)
7.     Nothing Else Matters (METALLICA)
8.     Over The Hills And Far Away (GARY MOORE)
9.     Seek And Destroy (METALLICA)
10.   Holy Diver (DIO)
11.   Run To the Hills (IRON MAIDEN)
12.   You Shook Me All Night Long (AC/DC)
13.   Cemetery Gates (PANTERA)

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