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STEVEN SEVERIN - Vampyr

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Artist STEVEN SEVERIN
Title Vampyr
Homepage STEVEN SEVERIN
Label COLD SPRING
Leserbewertung
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2.8/10 (5 Bewertungen)

Albumtitel und Cover schrecken ja erstmal ab. Ist doch das Thema Vampire spätestens seit der Twilight-Saga zum Teenie-Kitsch verrufen. Was führt also eine lebende Legende wie STEVEN SEVERIN an das Thema? Der englische Musiker, Komponist und Mitbegründer von SIOUXSIE AND THE BANSHEES greift es von den Anfängen her auf. „Vampyr“ ist der dritte Soundtrack in seiner „Music for silentes“-Serie, und die musikalische Neuvertonung von Carl Theodor Dreyers „Vampyr – Der Traum des Allan Grey“ von 1930.

Der Student Grey kehrt in ein Gasthaus ein. Das nahegelegene Dorf leidet unter dem Bann einer alten Vampirin. Grey willigt ein, diese zu vernichten. Dabei wird der Student jedoch von erschreckenden Visionen geplagt. Severin hat nun diesem Klassiker des Horrorfilms einen neuen Soundtrack verliehen und die durch Einsatz spezieller Techniken erzeugte unheimliche und traumartige Atmosphäre aus Handlung und Visionen neu vertont.

Wie zu erwarten entstand so ein Dark Ambient-Werk mit atmosphärischen Synthesizer-Soundcollagen, die auch teilweise ins Experimentelle abschweifen. Den großen Knall sucht man hier vergebens. Keine Samples, keine Stimmen, kein Bombast. Nur ein minimaler Soundteppich. Die 15 Stücke sind zwar größtenteils düster gehalten, strahlen jedoch eine Wärme aus, die das Hören angenehm entspannend machen, mehr wie in einem Traum als in einem Nachtmahr. Ganz einem Soundtrack entsprechend folgt „Vampyr“ einer gewissen Dramaturgie aus leichten und düsteren Stücken. Hieraus entsteht unweigerlich das Bedürfnis, den Film vor Augen zu haben. Wie der Film ausgeht wird hier nicht verraten, der Soundtrack lässt es jedoch erahnen.

Auch wenn das jetzt vielleicht etwas unpassend klingt, ist „Vampyr“ doch Entspannung pur. Ein Glas Wein, Kerzenschein, vielleicht ein Kaminfeuer … und dann das Album … zum Dahingleiten.

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