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STIELAS STORHETT - Expulse

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Artist STIELAS STORHETT
Title Expulse
Homepage STIELAS STORHETT
Label CODE 666/ AURAL MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Vor mehr als 4 Jahren machte Damien T.G. Having mit seinem Ein-Mann-Projekt STIELAS STORHETT und dem Debüt „Vandrer“ auf sich aufmerksam. Aus den Tiefen Russlands, genauer gesagt Murmansk, präsentiert der Multi-Instrumentalist ein old schooliges Black Metal-Album, das sich musikalisch deutlich an den frühen BURZUM und DARKTHRONE orientierte! Einige Jahre später sind die Haare ab, das Corpsepaint verschwunden, die Texte in Englisch, aber die Musik bleibt Black Metal. Doch wie soviele Acts zuvor hat sich Having von dem klassischen Schwarz Metall-Image gelöst und gibt seiner Musik verstärkt ein eigenes Gesicht, ohne dabei die Roots zu verleugnen!

So kombiniert STIELAS STORHETT die rohen, BURZUM-lastigen kalten Riff-Grundlagen und die eingängig holzenden Drums der skandinavischen Vorbilder mit kleinen, aber gelungenden Melodien, welche dem Sound eine düstere, getragene Tiefe verleihen, die wunderbar mit den leicht heiser krächzenden Vocals harmoniert. So lässt sich der Russe nicht von den selbstgesetzten Grenzen der Old School-Szene begrenzen, sondern präsentiert reihenweise ergreifende Melodien, düstere Akustik-Passagen und eingängig walzende Midtempo-Parts. Um den Spannungsbogen zu vervollständigen, werden immer wieder härtere Uptempo-Sequenzen eingestreut, bei denen die Riffs roher und verwaschener und die Drums brutaler rotieren, aber auch Ambient-Ansätze werden hier und da zugelassen! STIELAS STORHETT ist auf dem Weg zu einer Eigenständigkeit, die ich mir von vielen anderen Bands gewünscht hätte, ohne die Ursprünge zu verdrängen. Ein Debüt, das sich klar an gewissen Vorbildern orientiert, ist natürlich alles andere als verwerflich. Entwickelt sich aber der eigene Sound, sollte man dem Ruf folgen, denn nur so lassen sich wirklich gute Songs erschaffen. Natürlich könnte man auch hier noch an der Produktion feilen und einige Arrangements besser ausarbeiten. Die Fortschritte im Songwriting und das Gefühl für den Song machen bei STIELAS STORHETT aber große Hoffnungen. Alleine der bluesige Einschlag bei „Hush-a-bye“ in Verbindung mit den verzerrten Gitarren ist schon jetzt ganz großes Kino, was zudem von richtig viel Mut zeugt. Die Krönung kommt aber mit dem tief melancholischen Epos „Angel of Death“ (kein SLAYER-Cover). 10 Minuten pure, düstere Emotionen,die man auch ohne Verständnis der russischen Wort-Samples alleine durch die Atmosphäre des Lieds mitfühlen kann. Klasse!

So kann man Damien T.G. Having nur wünschen, dass er sich selbst weiterhin treu bleibt. Solche Alben halten die Szene lebendig!

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