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STILL CORNERS - Strange Pleasures

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Artist STILL CORNERS
Title Strange Pleasures
Homepage STILL CORNERS
Label SUB POP
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

STILL CORNERS – das sind der Produzent, Multiinstrumentalist und Songwriter Greg Hughes und die Sängerin Tessa Murray. Seit 2007 machen die beiden gemeinsame Sache; „Strange Corners“ ist die zweite Langrille der Londoner, die sich dem Dreampop mit deutlichen Eighties-Anleihen verschrieben haben.

Davon kündet beispielsweise der Synthie-Pop der unterkühlten Single „Berlin Lovers“, die es auch als Free Download gibt, sowie das dazugehörige Video im stylischen Achtziger-Look. Mein Favorit ist jedoch ganz klar der Opener „The Trip“, der sich über sechs Minuten ohne jede Eile mit einer prägnanten Gitarre und ätherischem Gesang ins Hirn frisst. Dezenten Pop mit viel Hall und dahin gehauchten Vocals gibt’s beim folgenden „Beginning To Blue“ auf die Ohren, wohingegen „I Can’t Sleep“ im Slow-Motion-Modus vor sich hinplätschert. „All I Know“ legt derweil wieder einen Gang zu und auch der Sechssaiter zeigt erneut Präsenz, bevor die bereits 2012 veröffentlichte Vorabsingle „Fireflies“ sommerlich leicht aus den Boxen wabert. Gut gelaunt und rhythmusbetont schließt sich „Future Age“ an, um wenig später mit „Going Back To Strange“ einmal mehr Miss Murrays zarte Stimme mit einer zurückhaltend-verspielten Instrumentierung zu kombinieren. Der zweite Höhepunkt der Platte ist das treibende „Beatcity“, bei dem die Synthies einmal von der Leine gelassen werden und der Hörer auf den Dancefloor gebeten wird. Entrückte Sounds schickt das Duo, das live von weiteren Musikern unterstützt wird, mit „Midnight Drive“ ins Rennen, während „We Killed The Moonlight“ eine weitere gelungene Kollaboration zwischen Langaxt, Tasten und Tessas Organ ist. Bleibt noch der Titeltrack „Strange Pleasures“, welcher Heartbeat-Klänge zu Gehör bringt und ein letztes Mal ebenso unaufdringlich wie smooth ins Ohr geht.

Beim Hören von „Strange Pleasures “ kommen einem die COCTEAU TWINS ebenso in den Sinn wie LANA DEL REY. Ein bisschen was von beidem findet sich in dem Sound von STILL CORNERS. Eine gewisse Zuckrigkeit ist den überwiegend sehr getragenen Stücken ebenfalls inne, klebrig-süß wird’s aber glücklicherweise bei keinem der zwölf Lieder.

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