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STONE RIVER - The Valley Of The Butterflies

VN:F [1.9.22_1171]
Artist STONE RIVER
Title The Valley Of The Butterflies
Homepage STONE RIVER
Label FALLENSKY/ E1/ GROOVE ATTACK
Leserbewertung
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Diese jungen Kanadier schicken sich an, es den etablierten Southern Rockern gleich mit ihrem Debüt mächtig zu zeigen! Schon der ohrwurmige Opener „Southern Healing“ zeigt mit fieser Slide-Guitar und mächtigen Gospel-like Backings, wo der Kahn hinfährt. LYNYRD SKYNYRD in besten Tagen, THE BLACK CROWES in hittigsten Zeiten und das Ganze mit modernem Bratsound versehen – das zündet!

Da darf die Hammond nicht fehlen, „Cold Black River“ ist ein lupenreiner Hit mit mächtig Groove. LED ZEPPELIN und MOLLY HATCHET darf man sicherlich nicht vergessen bei den Einflüssen und Sänger Renan Yildizdogan klingt in der Tat nach Chris Cornell (wie im Info suggeriert). Sehr guter Mann. Überhaupt sind alle Musiker fit an ihren Instrumenten, das Songwriting klingt ausgereift, wie bei alten Hasen. Lagerfeuerballaden dürfen nicht fehlen, „On these Turning Tides“ bedient das Genre exquisit. Ansonsten wird aber eher knackig gerockt, die 40 Minuten vergehen wie im Flug.

Jeder Rockmusik-Fan sollte Tracks wie den Fett-Groover „Divine Child“ bzw. den akustischen Titeltrack (wieder stark LED ZEP!) am Schluss zumindest gehört haben. Bärenstarker Erstling, der aufhorchen lässt!
MOSES

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Auch Kanadier können gewaltig grooven! Dieser Eröffnungssatz musste einfach raus, ohne sicher zu wissen, ob jemand diesen Landsmännern etwas anderes unterstellen möchte. STONE RIVER ist ein gutes, vielleicht sogar das beste Beispiel dafür, dass Kanada durchaus tanzbare Rockmusik im Stil der 70er und 80er Jahre zu bieten hat. Trotz des Artworks, welches die Flower Power Zeit thematisiert, muss man keine Angst haben, dass man Songs á la SCOTT MCKENZIE oder JEFFERSON AIRPLANE (Das soll keine Abneigung gegen eben genannte Künstler darstellen) zu hören bekommt, sondern eher Musik serviert bekommt, die in Richtung LED ZEPPELIN und GUNS ’N’ ROSES tendiert.

Einen schönen Auftakt macht alsbald „Southern Feeling“, welches bereits das Herz eines jeden eingefleischten Blues und Rock Fans durch das brillante Solo am Anfang für sich erobert. Der Track legt im Chorus einen gewissen Hymnen Charakter an den Tag und erinnert mich persönlich an LYNYRD SKYNYRDs Klassiker „Sweet Home Alabama“. Ein wenig Country Charakter ist eben nicht verkehrt, nur zuviel muss nicht sein. Ansprechen möchte ich noch ein Stück, das mir sehr am Herzen liegt. Ich selbst bin zwar im Metalcore bzw. Deathcore zuhause, doch sind auch für mich gute Akustikballaden Balsam für die Seele. „On these turning Tides“ gehört eben in diese Kategorie. Auch wenn dieser Song wieder einen gewissen Southern Music Charakter beinhaltet, was wie bereits angemerkt nicht schlecht ist, gehört er zu meinen Favoriten auf „The Valley of the Butterflies“. Sänger Renan Yildizogodan zeigt, wie facettenreich seine Stimme klingen kann. „Can’t help loving her“ geht dann aber direkt wieder ab nach vorn, sodass es mich kaum auf dem Stuhl hält und ich geneigt bin, meinen Körper im Rhythmus der Musik zu bewegen.

So wie die Jungs klamottentechnisch in den 70ern hängen geblieben sind, ist die Musik ebenso zeittypisch bombastisch ausgefallen. Das Teil rockt wie Schwein und die Rhythmen dringen vor bis ins Blut. Es ist teilweise wirklich schwer, dem Drang zu widerstehen, einfach aufzuspringen und zu tanzen. In neun Songs zeigt man, wie man seine Instrumente zu bedienen hat. Auch wenn der Bekanntheitsgrad in deutschen Landen noch gering und der Plattendeal noch nicht an Land gezogen ist, prophezeie ich den fünf Herren eine rosige Zukunft. Die Tracks, die STONE RIVER da auf Platte gepresst haben, können (und ich weiß, ich bewege mich auf dünnem Eis) mit Genregrößen wie VELVET REVOLVER und Co mithalten.
Philipp Prüßmeier

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