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STONE SOUR - Come (What)ever may

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Artist STONE SOUR
Title Come (What)ever may
Homepage STONE SOUR
Label ROADRUNNER
Leserbewertung
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8.2/10 (5 Bewertungen)

In der Vergangenheit fälschlicherweise oft als SLIPKNOT-Sideband betitelt, haben sich STONE SOUR vor einigen Jahren mit ihrem selbstbetitelten Debüt verdientermaßen nach oben katapultiert. Denn mit der eigentlichen Formationen (STONE SOUR wurden schon ne Weile vor SLIPKNOT gegründet) der Maskenmänner Corey Taylor (Vocals) und James Root (Gitarre) wird deutlich, was für großartige und vor allem vielseitige Songwriter die Jungs sind. Was beim letzten SLIPKNOT-Album schon durchschien („Before I forget“), kommt bei „Come (What)ever may“ so richtig zur Geltung. Klasse Rock-Songs mit aggressiven Parts, coolen Soli, tollen Refrains und super Musikern von Gesang bis Drums. Hinter die letzteren hat sich übrigens Roy Mayorga (ex-SOULFLY) geklemmt und sorgt wie gewohnt bei ihm für ordentlich Alarm.

Gleich bei den ersten drei Songs zeigen Taylor & Co., wo 2006 der Hammer bei STONE SOUR hängt. Bei „30/30-150“, dem Titelsong und „Hell & Consequences“ wird gerockt, gerifft, geballert und gegroovt, dass es eine wahre Freude ist. Fette Metal-Attacken mit ordentlich Rock/ Grunge-Einschlag treiben gleich in Ohr, Beine und Nacken. Abgerundet durch kleine aber feine Soli sowie griffige Refrains präsentieren STONE SOUR mit den ersten drei Songs gleich drei fette Hits, welche einem nicht mehr aus dem Schädel gehen! Mit „Sillyworld“ bekommt man die ersten Verschnaufpause in Form von ruhigen Vocals in Begleitung von Akustik-Gitarren. Doch dann entwickelt sich der Track zu einer grandiosen Power-Ballade mit einem tollen, kraftvollen Refrain und zum Ende einer emotionalen Steigerung in Richtung furioses Solo! Knaller! Das ballernde „Reborn“ sowie der grungige und verdammt emotional dargebotene/ persönlich klingende Monster-Hit „Made of Scars“ sorgen nochmals für ordentlich Alarm, während das größte Kino mit der Ballade „Trough Glass“ auf einen wartet. Nahm auf „Stone Sour“ noch das geniale „Bother“ diesen Platz ein, übernimmt nun dieser Titel den nachdenklichen Part auf dem Album. Weniger melancholisch, sondern eher nachdenklich anmutend groovt sich „Through Glass“ in die Gehörgänge und geht dort einfach nicht mehr raus. Wieso auch, will man diesen Song eh immer und immer wieder hören! Eine weitere Power-Ballade „Cardiff“ (mit fetten 80er-Einschlag), das grungige „Socio“ und die Rockwalze „1st Person“ machen „Come (What)ever may“ zu einer mehr als runden Sache!

Nach dieser emotionalen Achterbahnfahrt durch Wutausbrüche, Tiefgang und einfach tolle Songs hat der in aggressiven und ruhigen Vocals brillierende Taylor aber zum Ende noch sein absolutes Meisterstück abgeliefert: In Piano-Begleitung erzählt er in „Zzyzx Rd.“ (einer Abzweigung von der Interstate 15 in Kalifornien, siehe auch das letzte ZEROMANCER Album), was ihn so in seinem (Tour)-Leben alles bewegt, nachdenklich und müde macht, und wie er einfach von allem fliehen möchte und ihm am liebsten alles egal wäre. Wenn sich Taylor dann zum Ende richtig in seine Story hineinsteigert und die Gitarrenfraktion ein furioses Solo abfeuert, möchte man den armen Kerl am liebsten selbst in Sicherheit bringen und beschwichtigen.

Mit „Come What(ever) may“ haben Corey Taylor und seine Band ihr absolut bestes Album (SLIPKNOT eingeschlossen) abgeliefert. Ausgefeiltes Songwriting, tolle Vocals, ergreifende und mitreißende Lyrics und dazu eine Instrumental-Fraktion, die ein ums andere Mal die richtige Energie zum richtigen Zeitpunkt bringt! Was mehr will das Rock ’n’ Roll-Herz? Richtig, sehr schnell diese Jungs live sehen!

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