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STONE SOUR - House of Gold & Bones Part I

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Artist STONE SOUR
Title House of Gold & Bones Part I
Homepage STONE SOUR
Label ROADRUNNER RECORDS
Leserbewertung
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8.8/10 (9 Bewertungen)

STONE SOUR haben sich spätestens seit „Come What(ever) May“ das Etikett der SLIPKNOT-Sideband vom Revers gerissen und mit „Audio Secrecy“ einen gleichwertigen Nachfolger ins Rennen geschickt. Wer nun aber glaubt, dass die Band auf Nr.-Sicher geht und quasi Teil 3 bietet, wird sich wundern!

Natürlich ist „House of Gold & Bones Pt. I“ genau das, was STONE SOUR ausmacht, aber die Band um die SLIPKNOT-Members Corey Taylor (Vocals) und Jim Root (Gitarre) wirft die Scheuklappen weit von sich und reizt die Grenzen in alle Richtungen voll aus. So gibt es selbstredend die typisch groovenden Rock-Hits „Absolute Zero“, „Tired“ und „Rumor of Skin“ und die gefühlvollen Balladen „Travelers Pt. I / Pt. II“ oder das akustische „Tacticurn“. Aber so wie sich schon SLIPKNOT auf dem letzten Album STONE SOUR angenähert haben (z.B. mit „Dead Memories“) hauen STONE SOUR mit der Single „Gone Sovereign“ und dem brutal stampfenden „RU486“ Tracks raus, die sich deutlich in die Masken-Richtung bewegen. Generell spielen STONE SOUR regelrecht befreit von jeglichen Eingrenzungen auf. So findet man z.B. massenweise Riffs und starke Soli, die einerseits von ANTHRAX stammen könnten, andererseits schleichen sich hier und da sphärische ALICE IN CHAINS-Passagen in die Songs. Und so vielseitig sich besonders die Axt-Fraktion um Josh Rand und Jim Root austobt, so ausufernd präsentiert Corey Taylor seine stimmlichen Fähigkeiten, die von energisch shoutend über melodisch singend bis hinzu zaghaft gefühlvoll, sowie bedrohlich ruhig reichen. Ohne Frage einer der eindrucksvollsten Sänger in der heutigen Rock-Szene!

Blickt man zusammenfassend auf das Album fällt einem auf, dass dies genau die Markenzeichen sind, die noch das Debüt „Stone Sour“ ausgemacht haben. Da gab es das beinharte „Get Inside“, das intensive „Blotter“, das vielseitige „Inhale“ und das eindringliche „Bother“. Keine Frage, musikalisch sind die Jungs mittlerweile um Welten besser. Vom Songwriting kommen STONE SOUR allerdings weder an diese Klassiker noch an „Mission Statement“ („Audio Secrecy“) oder auch „Through Glass“ („Come What(ever) May“) ran. Vielmehr hat sich die Band das beste aus ihrer History und ihren Einflüssen rausgepickt und daraus ein wirklich gutes Album gemacht, das aber nun nicht alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.

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