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STRANGE ATTRACTOR - Mettle

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Artist STRANGE ATTRACTOR
Title Mettle
Homepage STRANGE ATTRACTOR
Label BIG BLUE RECORDS
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Wenn sich Musiker nicht sicher sind, wo es hingehen soll und vor allem, ob es überhaupt etwas wird, dann nennen sie es halt Projekt. So bleibt das Prozedere schön frei und es bietet sich Platz für neue Ideen und wenn’s schief geht, war es halt „nur“ ein Projekt. „Mettle“ ist ein gelungenes Projekt, sehr homogen und mit einem „Arsch voll“ Gastmusiker. Deshalb ist hier soviel drin – da so viele unterschiedliche Künstler daran mitwirkten, sind die Sounds so vielfältig. Zwischen Jazz, Electro und Downbeat geht hier so einiges und auch der gute, alte Trip Hop schaut für eine kurze Stippvisite vorbei. „The Best Things Are Left Unspoken“ könnte in dieser Form auch auf TRICKYs „Maxinquaye“ enthalten sein. Aber wer TRICKY sagt, muss auch MASSIVE ATTACK sagen und die sind immer dann in der Nähe, wenn Marie-Claudine ihre Stimme erklingen lässt und dass ist immerhin vier Mal der Fall.

Bei aller Elektronik und Ambient-Klangteppichen kommt aber der alterwürdige Jazz nicht zu kurz, zumeist in Form eines Saxophons, eines knarzigen Kontrabasses oder grundsätzlich in einer eher freien Songstruktur. Vieles erinnert dabei an die ersten DE-PHAZZ-Alben, die aber sehr viel mehr auf Popformat gestutzt waren, da gab es keine Zwölf-Minuten-Songs wie „Heaven“. „Mettle“ lässt den Kompositionen die Zeit, sich aufzubauen und zu entfalten. Und ganz allgemein sind alle zehn Tracks geradezu unglaublich relaxt, man könnte es auch einfach langsam nennen. Niels Van Hoorn und Produzent Richard Van Kruysdijk haben den Bogen raus, organische mit elektronischen Klängen zu vermischen, so dass es zusehends egal wird, welche Töne nun wie erzeugt werden. „Quietude“ beispielsweise ist so eine Art Spoken Word-Jazzsong, der fast ohne elektronische Einsprengsel auskommt und nach den „Asylum Years“ von TOM WAITS klingt. Dieses Album ist eben genau wegen seiner Symbiose aus Retorte und organischen Sounds so ein Gelungenes. Projekt hin oder her…

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