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STRAPPING YOUNG LAD - The New Black

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Artist STRAPPING YOUNG LAD
Title The New Black
Homepage STRAPPING YOUNG LAD
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Tja, was soll man zu dieser Combo noch sagen? Die Kombination aus Top-Musikern, wie Gene Hoglan (Drums), Jed Simon (Gitarre) und dem Sympatho-Wahnsinnigen Devin „Heavy Devy“ Townsend (Gitarre, Gesang) hat in Vergangenheit absolute Kracher des extremen Metals fabriziert und bringt gerade mal ein Jahr nach „Alien“ schon das neue Album an den Start.

Nachdem man mit „SYL“ das komplette und mit „Alien“ das organisierte Chaos durchlebte, knüpft die Band um den kanadischen Mega-Songwriter diesmal etwas mehr ans Debüt „Heavy as a really heavy Thing“ an und widmet sich damit mehr den strukturierteren und geordneteren Songgebilden. Dies bedeutet aber nicht, dass man dabei an der Härte spart. So knallt „You suck“ mächtig thrashig nach vorne, Gene Hoglan leistet wieder mal unglaubliches, und der Chorus animiert gleich zum Mitgrölen („Even your fucking girlfriend sucks! Hell yeah, she fucking sucks!” – noch Fragen?). „Hope“ stampft im Midtempo durch die Gehörgänge und auch der 80er-Groover „Fucker“ lädt zum kollektiven Midmoshen und feiern ein. Etwas wuchtiger und mehr „Alien“-lastig, aber nicht weniger eingängig, prescht dann „Antiproduct“ nach vorne, bei dem so ganz nebenbei mal ein leicht verwirrendes Trompeten-Solo um die Ecke kommt. Auf so was muss man halt bei Heavy Devy immer gefasst sein. Denn totalen Knaller haben SYL dann mit „Far beyond Metal“ aus dem Ärmel geschüttelt. Bei diesem Thrash-Groover ließ es sich GWARs Uderus Urungus nicht nehmen, beim catchy Refrain mitzuhelfen. In diesem Metal-Inferno fast unterzugehen droht das überraschende aber sehr schöne Intermezzo „Almost Again“ und „Plyophony“, welche mit ihrer ruhigeren und eher epischen Ausrichtung mehr zur DEVIN TOWNSEND BAND passen würden. Einen mehr als optimalen Abschluss findet „The New Black“ mit dem Melodic-Death Knaller „The New Black“. Eingängig, böse und fies walzt dieser voran und brilliert durch einen tollen cleanen Part im Refrain.

Ich freue mich richtig über diese Scheibe. Denn statt das Chaos-Ding noch mehr auszureizen, geht Devy mit seinen Jungs wieder mehr zurück zu den Roots, bringt massenweise old school Thrash-Riffs und vermischt diese mit einigen typischen SYL-Zutaten, wie Elektro-Sounds/ Samples, wenigen aber gut platzierten Breaks und vor allem ner Menge Eingängigkeit. Dies zusammen mit einigen der besten Metal-Musiker überhaupt (allen voran Gene Hoglan) eingespielt und mit Devys eigener wieder mal herausragenden Gesangsleistung sowie den tollen Soli macht „The New Black“ zu einem Werk, was nicht nur gehört, sondern sein Eigen genannt werden muss… mhm, bei welchem SYL-Album ist das eigentlich nicht der Fall?

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