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STRAY FROM THE PATH - Internal Atomics

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Artist STRAY FROM THE PATH
Title Internal Atomics
Homepage STRAY FROM THE PATH
Label UNFD
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Alternative Hardcore haben STRAY FROM THE PATH aus Long Island, New York City auf dem Zettel. Von der 2001er Gründungsmannschaft ist nur noch der Gitarrist Tom Williams an Bord. Die übrigen Positionen sind mit Drew Di Jorio (Sänger seit 2005), Anthony Altamura (seit 2010 am Bass) und dem Drummer Craig Reynolds (seit drei Jahren hinter der Schießbude aktiv) besetzt. Bei einem schnellen Blick auf die CD könnte man glauben, dass die Platte nur aus einem einzigen Song besteht, doch „1. the use of energy to create power from within.“ bezieht sich nicht auf einen Songtitel, sondern beschreibt die Bedeutung des Albumnamens. Tatsächlich hat der geneigte Hörer es mit insgesamt zehn Tracks über eine gute halbe Stunde Spielzeit zu tun.

Lange gefackelt wird nicht bei STRAY FROM THE PATH! Angetrieben von kraftvollen Lyrics wie beim Opener „Ring Leader“ schickt das Quartett groovegeladene, metallische Hardcore-Riffs und Hip-Hop-beeinflusste Gesangskadenzen ins Rennen, die ein wenig wie eine Kombi aus RAGE AGAINST THE MACHINE und DISTURBED erinnern. Die letztgenannte Kapelle schleicht sich insbesondere bei „Kickback“ ins Ohr, das zudem noch mit einem Gast aufwartet. Hier ist nämlich der COUNTERPART-Sänger Brendan Murphy mit von der Partie. Die nachfolgenden Tracks „The First Will Be The Last“ und „Fortune Teller“ thematisieren mit viel Drive und Schmackes die Kurzsichtigkeit vergangener Generationen und die Probleme, die sie hinterlassen haben. „Second Death“ übernimmt mit tiefergestimmten Gitarren und empörtem Schreigesang, ehe „Beneath The Surface“ verständnisvolle, aber nicht minder knackige Töne anschlägt. Mit jeder Menge Wut im Bauch hinterfragt „Something In The Water“, was die Menschen so taub für die Leiden anderer gemacht hat, bevor sich Sänger Drew beim blitzschnellen „Holding Cells For The Living Hell“ am verwundbarsten zeigt. Es geht um die psychische Erkrankung eines Familienmitgliedes und die eigene Ohnmacht, die damit einhergeht. Mit dem provokativen „Double Down“ tritt ein weiterer Gast auf den Plan. Es handelt sich um Matt Honeycutt, seines Zeichens Sänger bei den Hardcore-Formation KUBLAI KHAN. Bleibt noch das Hardcore-Epos „Actions Not Words“, das von der ‚Hardcore Help Foundation‘ und ‚Action Not Words‘-Aktivisten inspiriert wurde.

Es geht derbe zur Sache bei STRAY FROM THE PATH und „Internal Atomics“. An Energie fehlt es den Amis auf gar keinen Fall und was zu sagen hat der Vierer auch noch. Eine gute Kombination, die zudem auch noch Spaß macht und zum Nachdenken anregt. Ehrlicher Hardcore Punk ohne viel Schnickschnack, dafür aber mit dem Herz am rechten Fleck!

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