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STRYDEGOR - Back on Ancient Traces

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Artist STRYDEGOR
Title Back on Ancient Traces
Homepage STRYDEGOR
Label CCP RECORDS
Leserbewertung
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Die noch recht jungen Recken rund um STRYDEGOR gründeten ihre Band im Jahre des Herrn 2005. Unter der Flagge des Viking Metals wollen sie wie unzählige andere Acts dieses Sektors dem Hörer die nordische Mythologie und die Naturverbundenheit näher bringen. So schafften sie es auch nach ihrem Demo von 2008 einen Plattendeal mit CCP an Bord ihres Schlachtschiffes ziehen zu können. Mit neu gewonnenem Mut zogen sie nun voran und enterten ein Studio. „Back on Ancient Traces“ war die Folge, welches nun auf die Meute von nach Schlachten und Met dürstenden Hörern losgelassen wird.

Doch dieses „Loslassen“ gestaltet sich anfangs bedächtig und ruhig. Mit einem akustischen, partiell mythisch wirkenden Intro eröffnet sich der Weg über die urtümlichen Pfade. Doch der Schein trügt. Noch im gleichen Song ertönen die ersten wilden Gitarrenattacken und genretypischen Schlachtensänge. Aufgelockert wird das Schauspiel durch ein kleines Solo an der Streitaxt. Und der Pfad führt uns weiter, weiter zu der „Night the vikings arrive“ und über eine Wilde Hatz („Wild hunt through twelve nights“) bis zu „Ragnarok“. Typische Gitarrenattacken und charakteristischer aber dennoch verständlicher Gesang sind dabei unser ständiger Begleiter. Selbstverständlich darf auch thematisch der Allvater nicht fehlen („Odin’s wrath“) sowie seine treuen Gefährten Hugin und Munin („Ravens over midgard“). So metzelt man sich thematisch durch die Kernpunkte der Edda über Baldur bis hin zum „Way to Valhall“. Ihr merkt schon, die Jungs bedienen sich zwar stark der nordischen Thematik, ohne dabei zu sehr in die metversunkene Schlachtenwelt anderer Genrekollegen abzurutschen (auch wenn der Met für die Band eine gewichtige Rolle spielt). Jeder der Songs ist inhaltlich überzeugend und weiß dank Dynamik und guter handwerklicher Inszenierung zu gefallen. Meist im oberen Mid-Tempo angesiedelt rocken die Titel Stück für Stück voran und überzeugen mit guten Gitarren- und auch Bassriffs. Lediglich klanglich ist die Produktion etwas dünn geraten. Jedoch klingt die CD keineswegs schlecht – vielmehr etwas zurückhaltend.

Ihr merkt schon – hier liegt eine recht typische Viking-Scheibe vor. Inhaltlich wurde die Edda geplündert und instrumental melodisch, wenn auch typisch gearbeitet. Damit ist diese Veröffentlichung zwar kein absolutes Genrehighlight, aber dennoch mehr als hörenswert. Und wenn man bedenkt, wie relativ kurz diese Band erst die Streitaxt schwingt, steht uns womöglich noch weit Größeres bevor. Bei Mjoelnir – wir können gespannt sein.

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