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STYROFOAM - Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers

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Artist STYROFOAM
Title Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers
Homepage STYROFOAM
Label NETTWERK
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Nach der digitalen Vorabsingle „Get Smarter“ meldet sich der belgische Indie-Electro-Pop-Künstler STYROFOAM (aka Arne Van Petegem) jetzt mit seinem sechsten Longplayer „Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers“ zurück. Aufgenommen wurde die Langrille über einen Zeitraum von sechs Wochen in den TTG/ WAX Studios in Hollywood, in denen schon Platten von THE VELVET UNDERGROUND, NEIL YOUNG, THE DOORS, FRANZ ZAPPA oder auch JIMI HENDRIX entstanden sind. Nur mit Grundgerüsten der geplanten Songs im Gepäck hatte sich Arne auf den Weg von Belgien nach Kalifornien gemacht, um dort gemeinsam mit dem Produzenten Wally Gagel (EELS, MUSE) ein „zeitloses Elektronikalbum“ zu schaffen.

Mit dem Ergebnis müssten beide eigentlich zufrieden sein, denn die zehn Tracks sollten jedem Elektronik-Liebhaber gefallen, der auf etwas härte Kanten und dunklere Sounds steht. Gitarren gibt es dabei nur ganz vereinzelt zu hören, denn die Langäxte sind STYROFOAMs Obsession für im Sequencer programmierte Synthie Parts und Vintage Drum Machines zum Opfer gefallen. Aber drei Gastdrummer finden sich auf dem Silberling! Den Anfang macht Paul Cook (SEX PISTOLS), der beim politisch ambitionierten „Kids n Acid“ mit von der Partie ist. Hier durchzieht eine ordentliche Portion Punk die Elektronik, womit wir auch schon zum zweiten Drummer Alan Myers (DEVO) kommen, der in Hollywood eine Elektroinstallationsfirma hat und kurzerhand hinter die Schießbude gezerrt wurde, um das eindringliche „Believe Everything“ einzspielen, nachdem die Stromleitungen im Studio fertig verlegt waren. Der JIMMY EAT WORLD-Sänger Jim Atkins sorgte für seinen Beitrag im bandeigenen Studio in Tampa und ist auf dem angenehm-vertrackten „Extra Careful“ zu hören. Auf den Electro-Dancefloors werden das treibende „Carolyn“ und die rhythmusbetonte Vorabsingle „Get Smarter“ zweifellos schnell ein Zuhause finden und auch wenn es mal ein wenig frickeliger wird wie bei „The Only One To Curse“, lässt der Herr über die Tasten, Knöpfe und Regler niemals die Eingängigkeit außer Acht, die sich auch beim wavig angehauchten „Looking Glass To Zero“ wiederfindet. Dafür ist „Mile After Mile“ ein wenig technoider ausgefallen und schließt das monotone „Am I The Ghost“ an gute alte KRAFTWERK-Traditionen an. Für meinen Geschmack ist „What’s Hot (And What’s Not)“ am Anfang zu housig ausgefallen, aber das tut dem guten Gesamturteil keinen Abbruch.

„Disco Synthesizers & Daily Tranquilizers” bestellt gekonnt ein erstaunlich weites Electro-Feld, für dessen visuelle Umsetzung Eva Mouton gewonnen werden konnte. Im Booklet findet sich nämlich für jeden Song eine entsprechende Illustration der aufstrebenden, bereits mit vielen Preisen ausgezeichneten Illustratorin und Autorin. Viel Spaß mit der Musik und den Bildern!

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