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SUBSTANZ-T - Beyond e

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SUBSTANZ-T
Title Beyond e
Homepage SUBSTANZ-T
Label HYMEN
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (1 Bewertungen)

Neben DELERIUM und FSOL stehen für mich persönlich auch SUBSTANZ-T dafür, wie sich der eigene Musikgeschmack über die Jahre verändern kann. Staubte ihr Werk „Tripped Experiments“ lange Zeit nur in meinem CD-Regal zu, entwickelten sich die eigenen Hörgewohnheiten derart, dass mittlerweile Bands wie SUICIDE COMMANDO ein Schattendasein fristen und komplexere und vor allem anspruchsvollere Bands den Weg in den Player finden. So freute ich mich auch, als nach rund vier Jahren mit „Beyond e“ mal wieder ein Werk von Alex Lange und Arne Stevens erschienen ist. Unterstützt werden sie auf ihrer neuen Scheibe von Verena Niksch (Gesang), Daniel Schroeter (Bass Guitar) und EX-NEUBAUTEN Member FM Einheit (Percussion).

„Beyond e“ bietet auf 15 Tracks eine stetige Weiterentwicklung vorangegangener S-T-Werke. Stillstand und Grenzen scheint es in diesem Soundkosmos nicht zu geben und so werden chillige Elemente mit Hip oder auch Trip Hop verbunden. Dass sich da Parallelen zu MASSIVE ATTACK offenbaren ist nicht weiter verwunderlich, wobei sich SUBSTANZ T in diesem Vergleich ohne Probleme auf Augenhöhe bewegen. Grob gesagt enthält „Beyond e“ drei verschiedene stilistische Ausrichtungen. Da wären zunächst die Songs, die mit dem Gesang von Verena unterlegt sind. Träumerische Melodieläufe, verwebt mit ihrer betörenden Stimme, exemplarisch seien hier z.B. „Glow“ oder „Truth“ genannt. Dann gibt es noch jede Menge Instrumentaltracks, welche einerseits auf den Einsatz von Samples setzen: „Heavenly Connection“ und Songs, die eher als Kollagen aus sachten Bassgitarren, Percussion und hypnotischen Synthläufen zu verstehen sind. Gerade das letzte Drittel (ab „Aural Sphere“) schafft einzigartige Stimmungen und geradezu Verzückung beim HJören und gehört zu dem besten, was in den letzten Jahren an elektronischem Ware produziert wurde. „Flare“ fährt schwere Percussions und geradezu bombastische Arrangements auf. Dieser Song wäre perfekt für jeden Mafiafilm.

„Beyond e“ präsentiert auf 15 Tracks alle modernen Facetten elektronischer Musik und ist für mich eins der Highlights des bisherigen Jahres.

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