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SUBWAY TO SALLY - Kreuzfeuer

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Artist SUBWAY TO SALLY
Title Kreuzfeuer
Homepage SUBWAY TO SALLY
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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6.4/10 (5 Bewertungen)

Die „7“ ist ihre Zahl – doch was die Anzahl an Alben angeht, haben sie diese bereits hinter sich gelassen. Mit „Kreuzfeuer“ präsentieren SUBWAY TO SALLY nämlich ihrer besonders seit dem letztjährigen Sieg bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ stark gewachsenen Anhängerschaft ihr nun zehntes Studioalbum. Dem mit dem Vorgänger-Album „Bastard“ angetretenen Erfolgsweg folgt man auch auf dem neuen Streich der Potsdamer und bietet so nach wie vor die bekannte Mischung aus kräftigem, mitunter auch mal metalischem Rock und mittelalterlichen Klängen.

Letztgenannte traten ja im Laufe der mittlerweile 17jährigen Bandgeschichte immer mehr in den Hintergrund, blieben aber nach wie vor ein wichtiger und eindeutiger Bestand auf dem Klangkonto des Septetts. So nicht anders auch auf „Kreuzfeuer“, das sich vom Sound her auf einem ähnlichen Level bewegt wie sein gelungener Vorreiter „Bastard“. Dies bedeutet auf der einen Seite – und das muss man leider sagen -, dass wirkliche Überraschungen oder revolutionäre Neuerungen ihm gegenüber ausbleiben. Sänger Eric Fishs Gesang ist immer noch herausragend gut und in diesem Bereich der Musik nach wie vor eine echte Instanz, allerdings weist sie in ihrer Art langsam die ersten Abnutzungserscheinungen auf. Zu selten variiert er und sein Versrhythmus klingt an vielen Teilen schon seit Jahren gleich, was dem Widererkennungswert sicher zu Gute kommt, allerdings hat man nur selten das Gefühl, ein auch im Hinblick auf die Texte wirklich neues Lied zu hören. Viele der neuen Kompositionen erinnern ebenfalls auch instrumental an vorangegangenes, bereits auf vorherigen Werken gehörtes Liedgut, so dass ihnen oft das besondere, unverwechselbare fehlt – gemessen am bandeigenen Standard. Glücklicherweise gelingt es STS aber, dieses Manko durch Können auszugleichen.

Denn dann kommen wir nämlich schon zu der anderen Seite, denn man muss den SUBWAYs wirklich bescheinigen, dass sie den jetzt etablierten Stil außerordentlich gut beherrschen und es so schaffen, mit den gleichen, bekannten Rezepten trotzdem erneut interessante und wohlbekömmliche Süppchen zu kochen. Denn die Besonderheiten liegen hier in den Details, bei denen man sich auf „Kreuzfeuer“ wahrlich Mühe gegeben hat. Sei es der „Krähenkönig“, bei dem man mit dem Einsatz der Akustikgitarre anstatt seines elektronischen Pendants einen kleinen Geniestreich vollbracht hat, oder die mächtige Ballade „Komm in meinen Schlaf“ im Duett mit der quasi „kleinen Schwester“ aka EISBLUME-Sängerin Ria. Hier entfaltet sich die ohne Zweifel vorhandene Klasse erst nach einigen Durchläufen, dann aber umso eindringlicher. Dazu kommen die „typischen“ und somit direkt begeisternden SUBWAY TO SALLY-Stücke wie das groovende „Einsam“, das schwer rockige „Niemals“ oder die Single „Besser, Du Rennst“, die einfach vollends einschlagen und eher unspektakulärere Titel wie „Die Jagd“, „Judasskuss“ und den Opener „Aufstieg“ den Kredit gewähren, den diese brauchen, bis man sich auch bei ihnen warm gehört hat.

Dabei ist nochmal zu betonen, dass „unspektakulär“ wirklich nur im Vergleich mit anderen, bereits bekannten Schaffenswerken des Septetts zu verstehen ist, denn an und für sich sind alle der insgesamt zwölf Kompositionen absolut im Soll, Stücke wie „Einsam“, „Niemals“ und „Komm in meinen Schlaf“ sogar schlicht als „großartig“ zu bezeichnen. Das macht „Kreuzfeuer“ an sich zu einem absolut gelungenen Album, löst aber durch seine Ähnlichkeit zu Alben wie „Bastard“ nicht die Euphorie aus, die es vielleicht eigentlich verdient hätte. Dennoch sei es jedem SUBWAY TO SALLY-Fan, egal ob schon vor oder erst nach dem „Bundesvision Song Contest“-Sieg wärmstens ans „kalte Herz“ gelegt. Da solltet ihr euch „nicht 1, nicht 2, nicht 3 und 4, nicht 5 mal“ lange bitte lassen, „auch 6“ ist noch zu viel! Gar nicht erst bis „7“ warten, sondern direkt los und angehört!

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