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SUDDEN DEATH - Resource

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Artist SUDDEN DEATH
Title Resource
Homepage SUDDEN DEATH
Label GRIND ATTACK
Leserbewertung
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7.3/10 (15 Bewertungen)

GEILGEILGEIL!!!

Meine Lieblings-Death Metalcombo des deutschen Undergrounds rödelt sich wieder mal einen neuen Schinken aus den Socken. Und was soll ich sagen? Das Dingen tötet von vorne bis hinten! OK, vielleicht ist der Rezensent nicht so ganz unvoreingenommen… schließlich hab ich die erste Mini-CD der Osnabrücker Jungs seinerzeit („Focus of Disease“ 1996) „Bergeweise“ unter die Leute gebracht. Im Laufe der Jahre hat man sich auf unzähligen Konzerten getroffen (nicht nur bei SD-Stürmen). Was zu Beginn 1990 noch etwas unausgegoren klang, reifte spätestens ab der 96er-Mini zu dem extremen, alles vernichtenden US-Style Death Metal, den man von den Herren kennt. Das ändert sich natürlich auch auf dem dritten vollen Album nicht. „Erst“ dem Dritten (+2 Minis) in 22 Bandjahren, weil man ja auch noch andere Sachen wie Arbeit und Familie am Start hat.

„Resource“ stellt nochmal eine deutliche Steigerung zum 2007er-Vorgänger „Rethroned“ dar. Alle 8 Tracks brennen einem die Löffel weg! Technisch beschlagen wird hier extrem blastig gemeuchelt, viehisch gegroovt, melodisch soliert und unmenschlich gegrowlt. Dass den Herren Rink/ Weckermann/ Meinert instrumental in ihrem Genre keiner was vormacht, dürfte jedem Death Metal-Lunatik klar sein und wer Front“lulatsch“ Markus Raneberg schon mal in Aktion gehört/ erlebt hat, der weiß, dass hier die personifizierte Urgewalt am Mikroständer röchelt. Live reißen Suppentod eh jede Hütte komplett ein, eine solch „irre-durchgeknallt“-engagierte Performance sieht man wohl bei keiner zweiten Death Metal-Kapelle! Mit „Exploited Bodies“ zündet man die neue Longplayer-Granate gewohnt wuchtig-blastig, Arschtrocken und Furzbrutal von Jörg Uken produziert wie´s sich gehört! Der derbe Moshmittelpart, das Solo, die fliegenden Riffs, das im tiefsten Erdmantel wütende Gebelle… kann man nicht besser machen! „Erosion“ schiebt danach mit einem Drive nach vorne, den nur wenige Bands entwickeln, der leichte Thrash-Anstrich wird in den Refrain-Shouts noch unterstrichen, die leichten Atmo-Psych-Riffs passen perfekt ins Bild. Bombe! Auch das folgende „Bionic“ sägt ohne Ende, da sehe ich live schon allerorten die Matten fliegen. Was ein fieses Riffing, welch ein unwiderstehlicher Groove und dazu noch ein feines, melodisches Solo – Volltreffer Nummer 3. Die erste Seite wird vom getragener beginnenden Titeltrack beschlossen, der sich in Sachen exquisiter Qualität den ersten 3 Songs nahtlos anschließt. Mir fällt echt mal keine Combo ein, die auch nur Ansatzweise vergleichbar klingt!

„Beginning of Madness“ hätte ja eigentlich bei dem Titel der Opener der Scheibe sein müssen, eröffnet aber zu Recht die 2.Seite, denn ganz so granatig wie die erste Seite ist der recht straighte Klopper nicht. Ich vernehme leicht PRONG-mäßiges Riffing, hier wird eben nicht nur auf reinen Death Mörtel gesetzt. Auch „Fallout“ geht eher gradlinig zur Sache, „People of the Past“ dagegen ist sehr schleichend-doomig angelegt, mit atmosphärischen Riffs versehen (NEUROSIS lassen mal wieder grüßen) und erweitert die Bandbreite von „Resource“ enorm. CROWBAR-Sound im SUDDEN DEATH-Style… Nach dieser kleinen Verschnaufpause gibt´s mittels des leicht NAPALM DEATHig riffenden „Survive“ nochmal mächtig einen auf die Lauscher, ein solch hoppelnd-treibender Banger kann in dieser Form nur von den Osnabrücker Urgesteinen kommen. Wie man überhaupt erneut konstatieren muss, dass SUDDEN DEATH weiter einsam in ihrer eigenen Liga knüppeln!

„Resource“ ist ein Paradebeispiel dafür, dass der Underground nicht nur quicklebendig ist, sondern auch wesentlich packender als die völlig ausgelutschte und austauschbare Mainstreamkacke! Dass hier wahre Fans am Werk sind, zeigt sich unter anderem auch daran, dass es die schicke CD für schlanke 9,90€ beim Label gibt und das Hammerteil auch als megaopulente Gatefold-LP in 500er-Auflage zu erwerben ist! Was natürlich längst geschehen ist… denn erst hier kommt auch das geile Coverartwork von Christian Bröhenhorst (CrudeArt Design, auch Gitarrist bei den Hannover-Thrashern CRIPPER) voll zur Geltung! Schweres schwarzes Vinyl, toll aufgemachtes Gatefoldcover und ein 8-seitiges Booklet im LP-Format mit allen Texten und einer Doppelseite Fotos aus etlichen Live-Zerstörungen – Geilomat!

DEATH METAL – NO COMPROMISE! K.A.U.F.E.N.!!!

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