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SUIDAKRA - Signs for the Fallen

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Artist SUIDAKRA
Title Signs for the Fallen
Homepage SUIDAKRA
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Seit 9 Jahren bearbeiten SUIDAKRA nun schon den heimischen Hartwurst-Acker, doch der ganz große Durchbruch blieb ihnen bisher verwehrt. Das soll sich mit dem siebten Album (das zweite für den Indie-Riesen Century Media) endlich ändern. Für mich gibt es zwei Gründe für den gehobenen Underground-Status der Band. Zum einen gilt man ja als Prophet im eigenen Lande bekanntlich nichts, zum anderen könnte der gebotene Stilmischmasch manchen Puristen gehörig auf den Magen schlagen. Man könnte den Sound aber auch einfach „ideenreich“ nennen, was eher meiner Meinung entspricht.

An der generellen Ausrichtung, einer Mischung aus Aggression und Melodie bei hochklassigen Arrangements, hat sich auch auf „Signs for the Fallen“ nichts geändert. Lediglich eine Verschiebung weg von den folkigen Parts hin zu Göteborg artigem Death lässt sich deutlich vernehmen. Das erleichtert den Wiedererkennungswert, reduziert aber auch die eigene Stilvielfalt. Um dem entgegen zu steuern, enthält die Scheibe auch ein mittelalterliches Zwischenspiel („The Ember Deid“), auf welches das wohl eingängigste Stück folgt, mit sehr gut ausgearbeiteten Gitarrenlinien. Dagegen kracht der Opener „Revenant“ mit schwarzmetallischer Wucht aus den Boxen, es soll das einzige Lied dieser Härteklasse bleiben. Besonders hervorheben möchte ich Andy Classens wieder einmal glasklare Produktion, die sich manchmal direkt ein wenig „kalt“ anhört. Stücke wie „Crown the Lost“ oder „Trails of Gore“ kommen damit erst richtig zur Geltung und wären auch von den meisten Schweden-Bands nicht besser eingehämmert worden. Zum Abschluss wird es mit dem 9minütigen „Bound in Changes“ gar ein wenig episch.

Es spricht offensichtlich nichts dagegen, dass SUIDAKRA mit dieser Scheibe noch ein wenig größer werden, live spielen sie sich ja eh schon seit Jahren den Arsch ab. Fans von BLIND GUARDIAN bis hin zu IN FLAMES können hier nichts falsch machen, denn hier wird weder blind gewütet noch im Sandkasten gespielt. Das stimmungsvolle Orc-Cover rundet eine bemerkenswerte Scheibe ab, die man getrost zu den Highlights des Jahres zählen darf.

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