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SUMIE - s/t

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Artist SUMIE
Title s/t
Homepage SUMIE
Label BELLA UNION
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

SUMIE Agano wurde in  Göteborg, Schweden geboren und bringt nun ihr selbstbetiteltes Debütalbum heraus. In ihrer Heimat hat sie dank ihrer ersten Single Auskopplung “Show Talked Windows” schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. Nun gilt es auch den Rest der Welt zu überzeugen. Ihre Musik kann man als Singer-Songwriter-Stil bezeichnen.  Man hört sofort die Einflüsse von gleichgesinnten Künstlerinnen wie MARIANNE FAITHFULL und JONI MITCHELL heraus. Obwohl ihre Stimme viel sanfter daherkommt, als die von MARIANNE FAIFTHULL ist deen Spirit doch auf “Sumie” zu spüren.

SUMIE tischt uns ziemlich leichte Kost auf, vielleicht schon zu leicht, denn über die gesamte Full Length betrachtet, ähneln sich die Lieder doch ein wenig. Diese Schwäche ihres ersten Werks wird aber durch die wunderschöne Stimme von SUMIE Agano wieder gut gemacht. “Sumie” bedarf einiger Durchgänge, bis die Musik den Hörer einfängt und nicht mehr loslässt. Wenn man ehrlich ist, sind die Platten, deren Lieder sich sofort im Gehör festhaken, eigentlich ziemlich langzweilig, wobei dieser Erstling ein gutes Beispiel ist, wie ein Longplayer klingen sollte, der noch wachsen kann. Man kann den Silberling auch noch nach Jahren wieder rauskramen und die Musik wird noch immer faszinieren. Der Sound geht von hell bis dunkel und die Songs schaffen es doch immer wieder, einen träumen zu lassen. Sparsame Instrumentierung ist hier angesagt und ihre fast schon elfenhafte Stimme, die ein wenig an eine ruhigere Version von BJÖRK erinnert, kommt beispielsweose bei “Show Talked Windows” herrlich zum Vorschein. Stücke wie “Hunting Sky” oder “Speed Into” servieren den perfekten Soundtrack zur dunklen Jahreszeit. Manchmal wünscht man sich einen kleinen Ausbruch, doch der bleibt verwehrt. Dies ist vielleicht auch ganz gut so, denn wahrscheinlich wirde die fragile Stimmung zerstört. Alles wird mit unendlicher Traurigkeit und voller Emotionen dargeboten. Mit dem Schlusslied “Sailor Friends” kommt dann dennoch eine leicht verzerrte instrumentale Atmosphäre auf – begleitet durch das wunderschöne Piano-Spiel – und zeigt uns, wohin die musikalische Reise vielleicht in Zukunft gehen könnte.

Man muss schon eine gehörige Portion Geduld mitbringen, um sich auf “Sumie” einzulassen. Wer hier nach großer Abwechslung sucht, ist fehl am Platz. Zugegeben, manchmal überstrapaziert die Künstlerin das Ganze auch und ihre Stimme ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber Geduld wird bekanntermaßen belohnt.

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