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SUNTRIGGER - Interstellar

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SUNTRIGGER
Title Interstellar
Label TIMEZONE RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.8/10 (6 Bewertungen)

Eines dürfte klar sein, bei Till Rauterberg (Gitarre), Oliver Ortlinghaus (Bass) und Marcel Bach (Drums) stehen zweifellos Platten von LONG DISTANCE CALLING im Schrank. Nicht nur, dass die Herren von SUNTRIGGER wie Teile der LDC-Mannschaft in Münster zuhause sind, auch die musikalische Ausrichtung ist sehr ähnlich. So haben denn auch SUNTRIGGER mit ihrem Debüt „Interstellar“ instrumentalen Post-Rock auf dem Zettel, der sich in epischen Klanglandschaften ergießt.

Entsprechend bringen es die neun Songs des Erstlings auch problemlos auf rund 64 Minuten Spielzeit, die zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen lassen. Das Trio beweist vielmehr eindrucksvoll, dass es keinen Gesang braucht, um zu fesseln und serviert harte Riff-Parts genauso wie spacige Melodien oder fette Stakkato-Attacken. Einen ersten Eindruck hiervon vermittelt der Opener „Unbreakable“, auf den mit „Seven Deadly Sins“ eine Nummer folgt, die insbesondere von den abwechslungsreichen Gitarrenläufen lebt, die hier zu Gehör gebracht werden. Mit dem proggigen „Lost“ zieht derweil das Tempo ein wenig an, bevor „Go Ahead//Make My Day“ härtere Töne anschlägt. Mit „Suntrigger“ machen sich die Westfalen wenig später in sphärische Gefilde auf, in denen auch das vertrackte „Deep Black Sea“ beheimatet ist. Weiter geht’s mit „The Next World“ und vergleichsweise verspielten Klängen, ehe sich „Mojave//The Unheard Call In The Desert“ zwölf Minuten Zeit lässt, um seine ganze Schönheit zu entfalten – inklusive minutenlangem Schlagzeugsolo! Bleibt noch der Titeltrack „Interstellar“, der mit seinen ebenso wummernden wie geheimnisvollen Rhythmen mein erklärter Favorit des Silberlings ist.

SUNTRIGGER laden mit „Interstellar“ zu einer Reise durch Raum und Zeit, für die sie sich selbst zwei Jahre Zeit genommen haben. So lange haben Recording und Produktion nämlich gedauert, aber gut Ding will schließlich Weile haben und immerhin konnte die Platte schon im Vorfeld ihrer Veröffentlichung mit dem Gewinn des 34. Deutschen Rock und Pop Preises in der Kategorie „bestes Instrumentalalbum“ punkten. Ein verdienter Award für neun Songs, die mit Dynamik und Groove überzeugen. Zweifellos ein neuer Stern am Post- und Prog-Rock-Himmel.

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