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SURALIN - No Star

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Artist SURALIN
Title No Star
Homepage SURALIN
Label ATOMINO
Leserbewertung
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7.6/10 (8 Bewertungen)

SURALIN kommen aus Chemnitz und sind bereits seit ihrer Gründung 2009 in der dortigen Musikszene unterwegs. Da ist es kein Wunder, dass ihr neuestes Werk „No Star“ auf dem Label des gleichnamigen ortsansässigen Clubs veröffentlicht wird. „No Star“ ist die dritte Langrille des Vierers, der sich mit seinem Indie/Experimental/Pop/Post…/Rock keinem Format-Radio-Diktat unterwerfen will und auch keine Liebeslieder machen möchten.

Aber vielleicht haben die Jungs auch gar keine Zeit für die Liebe, so wie die sich auf ihre Musik fokussieren: In knapp vier Tagen waren 13 Songs im Kasten, zehn davon haben es aufs Album geschafft. Angefangen beim treibenden Titeltrack „No Star“, der den Reigen temperamentvoll eröffnet, wohingegen das nachfolgende „Sounds On Wounds“ zwischen ruhigen Momenten und schrammelnden Gitarren changiert, während „Pertpetual Auto Angst“ stoisch nach vorn drängt und damit klar zu meinen Favoriten zählt. Abgelöst wird diese Nummer vom bassbetonten „Coffee And Cigarettes“, bevor „Sirens And Dissonances“ weder Sirenen noch Dissonanzen hören lässt. Vielmehr haben wir es hier mit einem recht eingängigen Indie-Pop-Rock-Stück zu tun, das durchaus Radiotauglichkeit mitbringt und auch wenn „Fabric of Colour“ nicht unbedingt ein Love-Song ist, taugt er doch zumindest zur Kontaktaufnahme mit dem potenziellen Herzblatt, um dank des zurückhaltenden „Salvation“ dann auch alsbald auf Tuchfühlung zu gehen. Mit dem munteren „Friend of The Night“ strafen SURALIN die Zeilen des Promo-Waschzettels Lügen, denn auch diese Nummer könnte zweifellos für Indie-Airplay sorgen, was aber nicht weiter schlimm ist, denn die Musik kann sich durchaus hören lassen. „Little Men“ zeigt sich wenig später tatsächlich ein wenig kratzbürstig und wenn die Koordinaten „50.498113, 12.830281“ ihre musikalische Entsprechung erfahren, finden wir uns im Gasthaus Ephraimshaus im Erzgebirge wieder. Was es mit dieser Location genau auf sich hat, vermag ich nicht zu sagen und auch die Band äußert sich dazu in ihrem finalen Lied nicht, denn das nachdenkliche Stück ist instrumental.

Möglicherweise haben sich SURALIN mit „No Star” aber auch so beeilt, weil sie ganz viel Zeit für die Liebe und/oder ihre Liebsten brauchen. Auf jeden Fall klingt ihr dritter Longplayer durchaus versöhnlich und auch wenn es keinen Sternenhimmel bei ihnen gibt, wissen die Jungs bestimmt ganz genau, wie Romantik funktioniert. Damit haben sie auf ihrer LP zwar gegeizt, ansonsten aber allerlei Gefühlsregungen und Abwechslungsreichtum gezeigt ohne im stilistischen Einerlei zu versinken.

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