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SUUNS - Images Du Futur

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Artist SUUNS
Title Images Du Futur
Homepage SUUNS
Label SECRETLY CANADIAN
Leserbewertung
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7.8/10 (4 Bewertungen)

Hinter SUUNS verbergen sich Ben Shemie (Gesang), Max Henry (Keys), Liam O’Neill (Drums) und Joseph Yarmush (Gitarre). Die in Montreal/Kanada beheimate Band gibt es sei 2007 und 2010 ist der von Kritikern abgefeierte Erstling „Zeroes Qc“ erschienen. Die Arbeiten zum Nachfolger „Images Du Futur“ erfolgten während der studentischen Massenproteste, die in der gesamten Provinz Quebec – und mit einem Schwerpunkt in Montreal – von Februar bis September 2012 stattfanden. Die Eindrücke der „Manifestation“ mit bis zu 165.000 Beteiligten spiegeln sich auch auf „Images Du Futur“ wider: Freude, Hoffnung und Frustration waren stete Begleiter während dieser Zeit und schufen ein Klima, das laut Bens eigenem Bekunden zu einem breiteren musikalischen Spektrum geführt hat.

In Unkenntnis des Debüts kann ich zwar keine Vergleiche anstellen, aber feststellen dass der zweite Streich der Kanadier jede Menge Intensität und Dynamik mitbringt. Der Opener „Powers of Ten“ beginnt mit schrammeligen Gitarren und eindringlichem Gesang, um wenig später an das bass- und elektrolastig grummelnde „2020“ abzugeben. „Minor Work“ klingt ähnlich atmosphärisch, präsentiert sich jedoch tanzbarer, während das synthetische „Mirror Mirror“ mit allerlei Störgeräuschen den Kopf zum Nicken bringt. Der Stahlsaiter rückt derweil beim verträumten „Edie’s Dream“ wieder in den Vordergrund, bevor „Sunspot“ Tempo macht und auf diese Weise wieder auf den Dancefloor lockt. Auch „Bambi“ geht mit viel Rhythmus ins Bein, während „Holocene City“ erneut psychedelische Klänge und hypnotischen Gesang ins Rennen schickt. In diesem Sinne schließt sich der Titeltrack „Images Du Futur“ mit vertrackten Soundgebilden an, um am Ende an „Music Won’t Save You“ abzugeben, das noch einmal alle Register zieht und komplexe Melodien mit entrückten Vocals verbindet.

Mit teilweise minimalistischem Einsatz erschaffen SUUNS auf „Images Du Futur“ einen stimmungsvollen Klangkosmos, der jenseits alltäglicher Songstrukturen gefangen nimmt. Auf eher leisen Sohlen erreicht das Quartett so die Aufmerksamkeit seiner Hörer, die vielleicht einen Moment länger brauchen, um die gesamte Bandbreite des SUUNS-Spektrums zu erfassen.

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